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Interview mit Jessica Schmidt von http://www.gpcr.de

Jessica Schmidt steht mir hier Rede und Antwort und sie weiß, wovon sie spricht, denn sie arbeitet als Account-Manager bei http://www.gpcr.de und sie hat ebenso sehr gute Kontakte zu Shutterstock. Das damalige Interview mit Shutterstock, hier auf http://blogger-antworten.com, kam ja auch nur durch Jessica zustande und deshalb freue ich mich sehr besonders, folgendes Interview nun präsentieren zu dürfen. Kennengelernt habe ich Jessica dadurch, dass ich bei http://blogprojekt.de bei einem Gewinnspiel einen Preis gewonnen habe, nämlich Shutterstock-Bilder. Jessica arbeitet also mit den Größen der Blogosphere zusammen. Jessica ist für mich obendrein eine der wichtigsten Bezugspersonen in der Materie des Bloggen`s geworden, da sie einfach extrem charakterstark und freundlich ist. :-)
Fazit: In diesem Interview geht es auch um die Zukunftaussichten von Bloggern, in punkto Verdienst. Ein sehr interessantes Interview. Ich bin erfreut. :-)

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Was ist PR eigentlich genau?
Diese Frage höre ich andauernd. Gegenfrage: Kennst du die Facebook-Gruppe: I Work in PR and My Family and Friends Have No Idea What I Do“
(http://www.facebook.com/group.php?gid=18301490438)? Das folgende Zitat beschreibt es ziemlich gut, finde ich:
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My mum sits and reads out articles that have come from my press releases as though I am thick and she’s the expert! I love it when she reads the quotes, with a ‘can you believe they said that’… they didn’t , I did! PR for local govt and politics! Tee hee. It makes me laugh!”
Lynn Mcadam

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PR für ‚Public Relations’ und ist ganz allgemein die Beziehungspflege eines
Unternehmens oder einer Organisation zur Öffentlichkeit durch Kommunikation.
Diese Beziehungspflege kann sehr unterschiedlich aussehen, je nach Art der
Öffentlichkeit, die angesprochen werden soll. Zu den Standardaufgaben
gehören unter anderem die Kontaktpflege mit Journalisten, Bloggern und
anderen so genannten „Meinungsbildnern“ (ja richtig: ihr Blogger geltet als
Meinungsbildner), das Verfassen von Pressetexten und vieles mehr. Auch sind die Ziele dieser Beziehungspflege sehr unterschiedlich – von Themen wie Wertewandel und Meinungsbildung bis zur klassischen Verkaufsförderung. Eine guten Überblick über das Berufsbild findest du auf der Website der Deutschen Public Relations Gesellschaft:
http://www.dprg.de/statische/itemshowone.php4?id=39.
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Ist PR mit Bloggern anders als mit Journalisten?
Das Kind hat einen Namen: „Blogger Relations“. Sie unterscheiden sich auf
jeden Fall von der klassischen Pressearbeit. Es gibt zwar auch jede Menge
bloggende Journalisten. Aber sowohl bei diesen als auch bei den Bloggern
ohne journalistischen Background ist die Motivation für´s Bloggen
überwiegend der Spaß und das Interesse an einem meist ziemlich spezifischen Thema. Das heißt, sie kennen sich in diesem Thema extrem gut aus, manchmal besser als ein Fachjournalist. Außerdem sehen sich Blogger, im Gegensatz zu Journalisten, nicht als eine Art neutral sachlicher Weiterträger von Nachrichten sondern betrachten ein Thema häufig aus einer wesentlich persönlicheren Perspektive. Zwei der wichtigsten Gebote unter Journalisten sind Sachlichkeit und Neutralität. Und genau hier stellen sich Blogger – oft      bewusst – dagegen: sie wollen nicht neutral und sachlich sein. Beim Bloggen geht es ja genau darum, seine subjektive Sicht der Dinge der Welt zu verkünden und sein spezielles Wissen nach draußen zu tragen. Oft stehen Blogger daher den Botschaften von PR ziemlich skeptisch gegenüber oder wittern gar Manipulation.
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Trotzdem machst du PR mit Bloggern. Wie funktioniert das?
Auf den Punkt gebracht: Zeig Interesse und sei nett. Das klingt banal, ist
es aber nicht. Weil sich Blogger eben nicht als Journalisten sehen – in
ihrer Funktion als Blogger gilt das häufig auch für bloggende Journalisten –
funktioniert das generische Verteilung von Nachrichten, zum Beispiel in Form von Pressemitteilungen, nur selten. Daher gilt es, Blogs lesen, verfolgen, wer mit wem und wie verknüpft ist, also Kommentare lesen, selbst welche hinterlassen und mit Wissen oder nützlichen Infos auf sich aufmerksam machen, um Gottes Willen nicht aufdringlich sein. Idealerweise bloggst oder twitterst du selbst. Direkter Kontakt, wenn es der Blogger nicht anders möchte, nur per Mail oder via Privatnachricht auf sozialen Netzwerken und nur, wenn du einen konkreten Aufhänger hast. Wenn du einmal einen Blogger ür dich gewonnen hast: sei nett und vor allem ehrlich zu ihm, und reagiere     schnell – hier unterscheidet sich die Arbeit dann wieder nur ganz wenig von der Arbeit mit Journalisten.
Klar, auch bei der klassischen Pressearbeit ist es wichtig, die Medien zu
kennen und zu verfolgen, wer was schreibt oder konkrete Aufhänger zu bieten.
Aber bei Bloggern ist dies noch viel extremer und du musst viel schneller
sein.
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Das klingt aber alles ziemlich anstrengend.
Ja, das stimmt. Beziehungspflege mit Bloggern ist ziemlich zeitaufwändig und
genau das ist der Knackpunkt in unserer Branche: eigentlich hast du nicht
die Zeit dazu. Man muss deshalb auch schon ein bisschen Begeisterung für
diese ganze Web 2.0-Kiste mitbringen.
Ich denke, dass Unternehmen hier umdenken müssen. Sie müssen sich die Zeit nehmen, Beziehungen zu Bloggern zu pflegen. Denn Blogger werden auf kurz oder lang eine feste Öffentlichkeit für die breite Masse der Unternehmen
werden. Eine positive Beziehung zu Bloggern ist auch deshalb so wichtig,
weil sich über das Internet negative und falsche Botschaften viel schneller
verbreiten als früher. Entsprechend lässt sich die Kommunikation auch
weniger „kontrollieren“ oder „steuern“ als früher – was übrigens in der „PR   1.0“ ein wichtiges Argument war.
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Und was haben wir Blogger davon?
Wenn du einen guten Draht zur PR-Abteilung eines Unternehmens hast, gehörst du zu den ersten, die eine Neuigkeit erfahren. Gerade, wenn du dich für ein bestimmtes Thema interessierst, zum Beispiel Fotografie oder Gadgets, kommst du somit relativ mühelos an für dich wertvolle oder nützliche Informationen.
Manche Unternehmen stellen Bloggern, gleichberechtigt mit Journalisten, auch Test-Exemplare ihrer Produkte zur Verfügung oder bieten Bloggern
Marketing-Möglichkeiten wie Gewinnspiele. Letztendlich kannst du so die
Relevanz deines Blogs erhöhen und, wenn du daran interessiert bist, dir
einen Vorsprung vor anderen Bloggern erarbeiten.
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Meinst du, Blogger können irgendwann von ihren Blogs allein leben?
Du schreibst ja selbst, dass das momentan noch ziemlich mühsam ist. Für die
Zukunft bin ich da aber optimistisch. Die Information verlagert sich mehr
und mehr ins Internet und Blogger werden mehr und mehr zu einer akzeptierten Quelle für Informationen werden. Damit werden aus meiner Sicht auch die Spielräume für Einnahmen größer. Von US-Kollegen bekomme ich diese Entwicklung immer wieder geschildert: die USA sind uns ja in Sachen Web 2.0 immer zwei, drei Jahre voraus. Und dort gibt es schon etliche Blogger, die von ihrem ehemaligen Hobby leben können und es zum Beruf gemacht haben.
Unter den deutschen Bloggern ist ja Peer Wandiger ein ziemlich gutes
Beispiel: er fährt zwar meines Wissens mehrgleisig, verdient aber mit seinem
Blog schon ganz gut Geld
(http://www.selbstaendig-im-netz.de/2010/04/07/news/meine-blogeinnahmen-im-m
aerz-2010/).

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Über den Autor

Blogger, Webdesigner, SEO und dem Bereich Online Marketing an sich sehr angetan. Wir leben in einer Zeit, in welcher wir Zeugen werden, welche immensen Ausmaße das Internet annimmt und der Hype ist noch lange nicht vorbei. :-)

Kommentare 2

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  4. Robert Stögmann says:

    meine natürlich sah, nicht sieht….
    ohje, hopfen und malz verloren. gg :-)

  5. Robert Stögmann says:

    Ein echt gelungenes Interview, wie ich finde. Es freut mich sehr, solche Interviews hier auf http://blogger-antworten.com präsentieren zu dürfen. Ich denke auch, dass Blogger zukünftig gesehen, mehr Gewinne mit ihren Blogs ergattern können. In den letzten 4-5 Monaten sieht und hört man ja auch im Tv, immer mehr von Blogs. :-)

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