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Interview mit http://mondgras.de

Sari von http://mondgras.de ist wohl ziemlich sicher eine der bekanntesten Bloggerinnen im deutschsprachigem Raum. Es ist mir wieder einmal eine Ehre, solch eine Top-Bloggerin interviewt haben zu dürfen. 10 Fragen, 10 Antworten lautet die Devise. Zur Zeit ist Sari mit Mondgras.de bei den deutschen Blog Charts am 23. Platz. Das heißt schon einiges, vor allem wenn der Blog nebenberuflich und von einer Person betrieben wird. Hut ab kann ich da nur sagen. Das muß dir erst einmal jemand nachmachen Sari. :-)

1.) Hallo Sari, oder sollte ich dich Sarah nennen? Erzähle uns doch bitte ein wenig über deine Person. Was macht dich als Mensch aus?
Wir können ruhig bei Sari bleiben, denn als Sarah bin ich eigentlich gar nicht im Internet unterwegs. Nicht mal im Privatleben lasse ich mich gerne Sarah nennen, weil es im Kontrast zu Sari so streng klingt. Tja, was macht mich aus? Ich denke, dass viele es ganz angenehm finden, dass ich eher eine ruhige Persönlichkeit bin, die ungerne laut wird (das wissen die Kinder bei mir auf Arbeit auch sehr zu schätzen. Ich arbeite nämlich als Erzieherin). Ich vermute mal, dass mich mein Vater da damals sehr geprägt hat. Ich schätze mich selber als ziemlich kreativen Menschen ein. Ich beherrsche keines meiner Hobbies wirklich gut, aber es sind dennoch recht viele. Dazu zählt zum Beispiel das Fotografieren, das Zeichnen, das Basteln und seit kürzerem auch das Häkel von kleinen Tieren und Figuren. Ich weiche gerne mal auf andere Materialen aus, zum Beispiel auf Acrylfarben, Tusche usw.
Ich habe eigentlich immer ein offenes Ohr, wenn jemand Probleme hat und versuche sofort da zu sein, auch wenn ich mal Phasen habe, in denen ich mich ein bisschen in mein Schneckenhaus verziehe.
Zum Schmunzeln bringe ich meine Mitmenschen oft durch meinen Hang zum Kindlichen und Kitschigen. Es taucht nicht selten die Frage auf, warum eine 26 jährige Frau unbedingt mit kleinen Figuren spielen, bunte Blockblätter sammeln oder im Zeitalter der E-Mails knallige Briefe schreiben muss.
Ein Problem scheint mein Umfeld manchmal damit zu haben, dass ich vor allem schwarz trage, allerdings nicht aus einer Glaubensrichtung oder dergleichen heraus, sondern einfach, weil ich mich in schwarz sehr wohl fühle und durchaus auch mal Sachen trage, die ein bisschen aus der Rolle fallen. So bin ich halt und ich glaube all das macht mich irgendwie aus
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2.) Ich freue mich wieder einma,l mit einem so erfolgreichen Blogger ein Interview durchführen zu dürfen. :-)
Worum dreht es sich eigentlich in deinem Blog und wann und warum hattest du die Idee, diesen zu erstellen?
Ich lege mich in meinem Blog eigentlich nicht wirklich auf ein Thema fest. Als er damals entstanden ist, sollte er eher als ein Portfolio dienen, wo ich meine Fotos, Zeichnungen, Texte usw. ausstellen konnte, aber wie es bei jedem so ist, bin ich irgendwann dem Bloggen an sich ziemlich verfallen. Es hat lange gedauert, bis ich etwas Struktur und Übersichtlichkeit in meinen Beiträgen drin hatte, aber ich denke, er hat sich ganz prächtig in den letzten Jahren entwickelt. Ich nutze ihn noch immer, um meinen Mitmenschen meine Hobbies näher zu bringen und hoffentlich auch konstruktives Feedback zu erhalten, aber der Tagebuchanteil ist durchaus auch gewachsen. Außerdem findet man auf meinem Blog in relativ regelmäßigen Abständen Empfehlungen in Form von Büchern, Rezeoten, Fundstücken im Internet und und und. Eine relativ hohe Besucherzahl erreiche ich wohl vor allem inzwischen durch das Projekt 52, das damals eher durch Zufall entstanden ist, aber glücklicherweise bleiben auch Menschen auf meinem Blog hängen, die an mehr als nur an dem Projekt Gefallen finden. Der Blog an sich ist jetzt, glaube ich…ca. 3 Jahre alt, so genau weiß ich das gar nicht *rotwerd* Er ist schon so sehr zum Bestandteil meines Alltages geworden, dass ich nicht wirklich über ihn nachdenke…
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3.) Wie motivierst du dich da immer wieder aufs neue zu schreiben?Glücklicherweise lese ich eigentlich IMMER ein Buch, so habe ich mindestens in dem Bereich regelmäßig Gesprächsstoff zu bieten. Dann noch das Projekt und mein Wochenrückblick, wenn ich es schaffe das Foto der Woche und schwupp, schon ist die Woche rum. Und in 7 Tagen kann eine Menge passieren. Ich sehe etwas, ich erlebe etwas und schreibe dann darüber. Mir schwirrt ein Gedanke im Kopf herum, also schreibe ich darüber. Blogs sind eine tolle Plattform, um Gedanken auszutauschen. Man erhält viele verschiedene Meinungen dazu, Perspektiven und Gedanken, über die man sich dann austauschen kann und die zum Weiternachdenken anregen. Da macht es Spaß regelmäßig zu schreiben. Und wenn mal Flaute ist, dann gibt es noch tausende Stöckchen im Net. Wobei ich inzwischen deutlich weniger davon nutze, als am Anfang. Ich glaube im Laufe der Zeit reift man auch.
Eine weitere Motivation ist der therapeutische Effekt für mich. Mein Blog ist ein bisschen wie mein eigener, kleiner Psychologe, dem ich mein Herz ausschütten kann. Nicht so ausführlich und intensiv, wie ich es bei meinem Mann kann (man kann ja doch nicht alles einfach so in die Öffentlichkeit schreien), aber doch irgendwie angenehm. Es hilft den Kopf frei zu behalten, weil man ja alles erstmal niedergeschrieben hat und später nochmal schauen kann.
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4.) Wie viele Besucherzahlen hast du eigentlich pro Tag und wie stehts um die Seitenaufrufe? Wie viele Stammleser hast du wohl?
Ich muss gestehen, um solche Sachen bemüh ich mich gar nicht. Ich habe zwar einen Counter unten in der Sidebar eingebaut, aber da klicke ich sehr selten mal drauf. Ich habe Besucher, das merke ich ja an den Kommentaren und das reicht mir im Prinzip. Und an den Views in den Beiträgen sehe ich auch, ob die Artikel gelesen werden. Die Besucherzahlen wandeln immer wieder. Anfang des Jahres, wenn das Projekt anfängt, sprengt es fast den Counter mit 1000er Zahlen und im Laufe des Jahres geht es dann runter auf 300-500. Das ist das, was ich so sehe, wenn ich mal auf den Counter klicke. So lange aber Leute da sind, die lesen und vielleicht auch mal kommentieren, brauche ich solche Zahlen eigentlich nicht.
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5.) Dein Blog wird nicht kommerziell betrieben? Wieso nicht?
Der ist doch eine kleine Geldgrube, nehme ich mal an. :-)
Hm, hm, hm…ja, ich bin tatsächlich mal angeschrieben worden, hab auch mal versucht bei einem Anbieter mitzumachen, aber das war mir dann am Ende alle nichts. Ich bekam selten eine Antwort, wurde ständig woanders hin verwiesen usw. so dass ich irgendwann beschlossen habe, es einfach sein zu lassen. Ich unterstütze gerne hier und da mal eine Aktion und schreibe auch gerne Mal über ein Produkt, wenn ich es dafür dann umsonst testen kann, aber Werbung lasse ich nicht auf meinem Blog laufen, unter anderem, weil sie mich auf manch anderem Blog einfach stört. Es gibt Seiten, die kommen nicht drum herum, weil sie nur so einen Webspace-Anbieter umsonst nutzen dürfen, da finde ich das ok und klicke die Werbung auch gerne mal eben schnell weg, aber es gibt durchaus bekannte und professionelle Blogs, wo ich manchmal Beitrag von Werbung nicht unterscheiden kann. Das muss ich nicht haben.
Genauso sehe ich es mit diesen vielen Gewinnspiel – Beiträgen, die dann meinen Feedreader sprengen, weil bei 200 Seiten 100 von diesem Gewinnspiel schreiben und am besten noch alle mit dem gleichen Text.

Einzige Ausnahme ist vielleicht der eine oder andere Amazon – Link, der sich mal in einem Beitrag oder in der Sidebar versteckt. Aber meist stehen die dann in einem inhaltlichen Zusammenhang. Aktuell befindet sich in der Sidebar allerdings auch ein Werbelink zu einem japanischen Shop, einfach, weil ich die Hoffnung habe, ein bisschen Unterstützung bei meinem neuen Bento – Box Hobby zu bekommen *rotwerd* .
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6. Du bist in den Blog 100 Charts von Jens Schröder vertreten. Wie kommt man da rein und bist du stolz auf diesen Erfolg?
Huch, bin ich da wieder drin? Ich weiß, dass ich Anfang letzten Jahres mal in den Charts war und ich hab‘ mich gefreut wie Bolle, aber irgendwann war ich dann wieder raus. Läuft das noch über die Technorati-Daten? Sind wir doch mal realistisch: Technorati zählt ja die einkommenden Verlinkungen auf meinem Blog und dadurch, dass alle Teilnehmer vom Projekt 52 (ohne, dass ich es verlange) gerne einen Ping – oder Track zur Themenseite setzen, sammelt sich da im Laufe der Woche natürlich einiges an. Ich bin mir nicht sicher, ob ich da wirklich auf so eine Liste schauen möchte, um zu erfahren, wie weit oben ich im Rang stehe. Wie gesagt, solche Daten sind mir heutzutage gar nicht mehr so wichtig. Am Anfang, da habe ich mich in jede Linkliste eingetragen und ständig nachgeschaut, wie weit oben ich bin. Verrückt, oder? Dabei ist das total nebensächlich.
Es freut mich natürlich zu hören, dass ich wieder drin bin und dann noch relativ gut platziert, das will ich überhaupt nicht bestreiten *lach*
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7. Du bist eine der bekanntesten Bloggerin im deutschsprachigem Raum. Wie stehts da mit deinem Posteingang? Qualmt der über vor Mails?
Eine der Bekanntesten? Wirklich? *rotwerd* In meinen Augen ist es ja immer noch Cindy von der Blogwiese, die DIE Bloggerin in der Sphäre, aber darüber freue ich mich ja jetzt besonders. Mein Posteingang ist eigentlich ganz entspannt. Jeden Tag um die 20 Mails, davon einige Pings vom Projekt und einige sind Kommentare zu Beiträgen. Manchmal sind Fragen dazwischen und vor allem ordentlich Werbung *seufz* Ich bin in so vielen Newslettern angemeldet, ich frage mich ehrlich, wann ich das alles gemacht haben soll…
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8. Betreibst du noch andere Blogs oder Webseiten und hast du für die Zukunft in dieser Materie noch etwas geplant?
Geplant ist eigentlich nichts. Das Projekt läuft, der Blog läuft und noch mehr wäre einfach zu viel. Parallel läuft noch mein Blog „Mondkaninchen“ (http://www.mondkaninchen.de.vu), wo ich mit einigen anderen Bloggern über die Haltung und Erfahrungen mit Zwergkaninchen schreibe, allerdings eher selten, da es wirklich nur ein kleines Nebenprojekt ist, das vor allem deshalb entstanden ist, weil ich nicht wollte, dass meine Kaninchen auf Mondgras überhand nehmen ;) .
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9. Wie entwickelt sich das Bloggen wohl im Laufe der Zeit? Wie steht es um den Hype?
Ohje, schwere Frage, weil ich mir da nie groß Gedanken zu gemacht habe. Ich vermute allerdings, dass das Bloggen einfach mal mehr und mehr zum Alltag gehören wird. Immerhin bloggen nun schon viele Firmen, Stars und Sternchen, Fernsehsender und und und… Ich hoffe allerdings, dass nicht diese Microblogger-Dienste überhand nehmen. Ok, Twitter und Co hat seinen Reiz, das will ich nicht betreisten, aber manchmal tauchen in meinem Twitter Sachen auf, wo ich denke: Wen interessiert das jetzt? Es ist was Lustiges für Zwischendurch. Ich persönlich nutze es überwiegend, wenn ich schnell Hilfe brauche oder um über Updates auf dem Blog zu informieren. Wie ein kleiner Newsletter. Dafür finde ich das ganz praktisch.
Daher hoffe ich, dass solch ein Zeug das Bloggen an sich nicht irgendwann ablöst, denn ich mag das Bloggen. Es bietet viele Möglichkeiten sich mitzuteilen. Wie ein Tagebuch, wie ein Portfolio, wie ein Newsletter. Und ich denke in der Form wird es sicher noch ganz lange weitergehen.
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10.) Hast du vlt. Tipps und Vorschläge, http://blogger-antworten.com noch zu verbessern?
Kanntest du den Blog eigentlich schon?
Ich muss zu meiner Schande gestehen: Nein, ich kannte den Blog noch nicht. Kaum möglich bei einer solchen Masse an Blogs, die es inzwischen gibt. Aber ich freue mich, dass Du in dieser Vielfalt tatsächlich zu mir gefunden hast.
Grundsätzlich habe ich keine Tipps für Dich, denn ich habe den Eindruck, dass der Blog so ganz wunderbar läuft. Aus meiner persönlichen Sicht finde ich es immer schön, wenn ein Blog eine ganz persönliche Note hat, also vom Design her. Das läd zum Bleiben ein, weil man ersteinmal ein bisschen das Design bewundert und sich dann fragt, wer steckt hinter dem kleinen „Wunder“. Es liest sich jetzt oberflächlich, ich weiß, aber die Erfahrung hat gezeigt, dass das Design eine ganze Menge ausmachen kann.
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11.) Danke für das Interview.
Sehr gerne ^-^
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Eine Idee vom Interview Blog, blogger-antworten.com

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Über den Autor

Blogger, Webdesigner, SEO und dem Bereich Online Marketing an sich sehr angetan. Wir leben in einer Zeit, in welcher wir Zeugen werden, welche immensen Ausmaße das Internet annimmt und der Hype ist noch lange nicht vorbei. :-)

Kommentare 10

  1. Pingback

  2. Robert Stögmann says:

    Das zählt. :-)

  3. Robert Stögmann says:

    Gut wenn man Vorbilder oder dergleichen hat. Mein Vorbild, oder besser gesagt meine Konkurrenz ist Blogprojekt. Mit dem rittere ich darum, wer schneller voran kommt. Also ich sehe das halt so. Er bestimmt nicht. Nur seinen Blog gibt es halt schon 4 Monate länger in etwa. Ich dürfte um einiges mehr User als er haben, er dafür um einiges mehr Comments und Backlinks. Tjo :-)

  4. Robert Stögmann says:

    Ach, tu nicht so Sari. Solche Lobes-Comments und vor allem Mails bekommst bestimmt oft und das hast dir auch verdient. :-)

  5. Sari says:

    herrjeh, jetzt werd’ ich aber ganz rot im Gesicht *kicher*
    Danke ^-^

  6. bee says:

    Sehr schönes Interview.

    Saris Blog war der allererste, den ich gelesen habe, und für mich war sie schon sowas wie ein Vorbild, als ich dann auch mit dem Bloggen anfing. Und Sari hat mir damals auch ganz lieb meine Fragen beantwortet.

    Sari, ich find dich und deinen Blog klasse, genauso, wie ihr seid. Muss mal gesagt werden.

  7. Pingback

  8. Robert Stögmann says:

    Hehe, jop Sari wollte ich schon länger interviewen und nun war es vor kurzem endlich so weit. Echt ein toller Blog und eine sehr kreative Frau, die da echt was tolles auf die Beine gestellt hat. Vor allem mit dem Projekt 52. Das beeindruckt mich extrem. :-)

  9. Tobias says:

    Cool … die erste Überschneidung sozusagen .. Saris Seite schaue ich mir regelmäßig an – auch weil ein Bekannter bei ihrem Projekt mit macht (http://www.facing-my-life.de/) und ich die neue Idee, mit dem wiederkehrenden Element ganz witzig finde.

    Schön, dass du mit ihr ein kleines Interview gemacht hast. Und auch schön, dass nicht nur ich längere Antworten gebe .. ;o)

  10. Robert Stögmann says:

    Guten Morgen, ich habe zu danken, dass du dir Zeit genommen hast. :-)

  11. Sari says:

    Puuuuuh, das Projekt52 ist eine Abwandlung von der Idee jeden Tag im Jahr ein Foto zu schiessen, weil ich selbst das zum Beispiel gar nicht hinbekommen würde. So also jede Woche ein Foto zu einem vorgegebenen Thema. In diesem Jahr noch mit der Einschränkung immer ein bestimmtes Element (eine Figur, ein Gegenstand o.ä.) mit in jedes Foto einzubauen.
    Es dient als Inspiration und Anregung, um sich mal wieder ein bisschen kreativ mit dem Fotografieren auseinander zu setzen. Mehr Infos erhaltet Ihr aber auf meinem Blog ;)

    Und danke für das schöne Interview!

  12. Robert Stögmann says:

    Sari, vielleicht könntest du den Lesern via Comment kurz erklären, was Projekt 52 eigentlich ist? :-)

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