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Interview mit http://bestatterweblog.de

Sicherlich wieder ein sehr interessantes für die Leser. Ich werde nun eben zukünftig gesehen immer wieder Inhaber von Blogs interviewen, welche nicht der Masse entsprechen. Solche Interviews sind wohl großteils ansprechender. Das hoffe ich zumindest. Also ich habe mir dieses Interview soeben durchgelesen und es als sehr lesenswert eingestuft. Hoffentlich geht es euch hierbei auch so. Also, lasset die Spiele beginnen, oder so. :-)
(Wollte einfach nur ein bisschen was schreiben, damit dat dann nachher alles schöner aussieht, mit dem Absatz bei der ersten Frage und so. Jojo, Insider? :-)

1.) Hallo Tom, Betreiber von http://bestatterweblog.de. Erzähle uns doch bitte ein wenig über deine Person. Was macht dich als Mensch aus?
Ich esse zuviel, ich rauche zuviel und mache das was Spaß macht zuviel.Außerdem müßte ich mich mehr bewegen. Wenn ich in Deinem Profil lese, daß Du gerne Mountainbiking machst, in Gebirgsseen schwimmst und Dich daheim noch auf einen Hometrainer schwingst, dann beneide ich Dich fast ein wenig; andererseits habe ich hier keinen Gebirgssee und bin im Grunde genommen auch gar nicht böse darüber, mir sind Gebirgsseen meistens viel zu kalt. Gilt das Liegen in einer wohlig warmen Badewanne eigentlich auch als Sport?
Ansonsten bin ich Familienvater, Kaufmann und Autor und Blogger.
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2.) Wieviel von den Geschichten in Deinem Weblog ist real und was ist Fiktion?
So sind die Menschen! Jeder hinterläßt auf der Palette des Lebens einen Farbklecks und daraus lassen sich alle Farben dieser Welt mischen. Genau so entstehen die Geschichten des Bestatterweblogs. Im Kern sind alle Geschichten genau so passiert. Aber schon allein aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes der geschilderten Personen kann ich unmöglich Zeiten, Orte und Umstände, sowie Namen exakt wiedergeben. Das wäre unfein und unfair. Die Menschen vertrauen sich dem Bestatter an und man gewinnt sehr persönliche Einblicke.Wenn man nun aber Begebenheiten miteinander verwebt, die handelnden Personen vertauscht, ergänzt und verändert und das ganze noch in einen zeitlich flexiblen Rahmen setzt, dann bekommt man Geschichten, die gut zu lesen sind, gleichzeitig aber so verfremdet sind, daß sich die handelnden Personen nicht mehr wieder erkennen können und dennoch behalten die Texte ihren Wahrheits- und Informationsgehalt.
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3.) Dein Blog wirkt sehr elegant und interessant. Wie lange gibt es diesen schon und wieso hast du beschlossen, solch einen Blog zu erstellen?
Ob es elegant ist, das weiß ich nicht, mir liegt viel daran, ein schlankes Design zu haben, das nicht von den Inhalten ablenkt. Außerdem möchte ich die Seite nicht mit zu vielen Angeboten, auch im Bereich Werbung und Gimmicks, überladen. Eine Uhr beispielsweise in der Seitenleiste halte ich für ebenso überflüssig, wie die Angabe über das aktuell herrschende Wetter oder die Musik, die der Blogbetreiber gerade über iTunes hört.Das Bestatterweblog gibt es seit 2007 und ich habe es aus der Taufe gehoben, weil ich viel zu erzählen habe und meine Leute hier meine Geschichten schon kennen.
Als Bestatter habe ich so viel erlebt, daß ich gerne meine vielen Eindrücke auf diese Weise verarbeiten möchte. Außerdem liegt es mir am Herzen, die Menschn ein wenig über den Beruf des Bestatters aufzuklären und das oft verkannte Berufsbild ein wenig aus dem Dunkeln zu holen. Darüberhinaus gibt das http://bestatterweblog.de wertvolle Hinweise auf alles was rund um einen Trauerfall zu beachten ist. 
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4.) Wie lange bist du eigentlich schon Bestatter und wieso hast du beschloßen, Bestatter zu werden? War dies schon immer dein Traumberuf?
Das erste Mal bin ich bereits 1979 in einem holzverarbeitenden Betrieb als Kaufmann tätig gewesen. Diese Firma führte auch Bestattungen durch. Allerdings habe ich danach in den verschiedensten Berufen gearbeitet und immer auch schon geschrieben. Irgendwann landete ich auch bei einem großen Bestattungshaus, das sich dann zu einer Bestatterkette entwickelte und arbeitete dort als kaufmännischer Mitarbeiter. Dort lernte ich den Bestatterberuf von der Pike auf kennen, merkte aber irgendwann, daß man da noch einiges anders, vielleicht sogar besser machen könnte. So kam ich dazu, meinen eigenen Betrieb zu führen. Das war bestimmt nicht von Anfang an mein Traumberuf. Man kommt ja auch nicht auf die Welt und wünscht sich Straßenbahnkontrolleur oder Gerichtsvollzieher zu werden und dennoch gibt es Leute, die diese Berufe sehr gerne machen und Freude daran haben. Mittlerweile ist es aber zu einem meiner Traumberufe geworden. Man kommt mit sehr vielen Menschen in Kontakt. Zwar ist es nicht mein förderlichstes Ziel, im Beruf “mit Menschen zu tun zu haben”, jedoch liegt es mir sehr, Menschen in schwierigen Situationen zu helfen und ihnen Beistand zu leisten. Es ist diese Kombination aus seelsorgerischer Arbeit, psychologischer Beratung, kaufmännischer Tätigkeit und handwerklichem Tun, das mich an diesem Beruf reizt.
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5.) Was ist ein Bestatter eigentlich? Vielleicht gibt es einige User, welche mit dem Wort nicht wirklich viel anfangen können oder nicht genau wissen, welches Aufgabengebiet ein Bestatter hat.
Der Bestatterberuf ist ein kaufmännischer Dienstleistungsberuf mit handwerklichen Teilbereichen. Ich könnte viel über die Entwicklung dieses Berufes erzählen, würde es jedoch am Liebsten kurz damit umschreiben, daß ein Bestatter der Eventmanager des Todes ist. So wie ein Weddingplaner eine Hochzeit plant und organisiert, so gestaltet der Bestatter den letzten Abschied eines Menschen. Zu seinen Aufgaben gehört nicht nur, wie viele glauben, das Vorbereiten der Verstorbenen für die Trauerfeier, sondern die Organisation des gesamten Ablaufs. Auch die Erledigung sämtlicher Behördenwege, sowie die Lieferung von Särgen, Urnen, Totenbekleidung und des gesamten Dekorationsmaterials gehört dazu. Heutzutage kann man kaum noch einfach so als Bestatter loslegen, sondern inzwischen ist der Bestatterberuf komplex und kompliziert; eine umfangreiche Ausbildung ist daher unerlässlich.
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6.) Sterben ist teuer. Oder? Ein Sarg, die Begräbniskosten und und und…
Gibt es da auch eine “Clever-Variante” wie bei Billa? :-)
Ha! Ösi-Fehler! Was bitte ist ein oder eine Billa?
Aber Ernst beiseite: Nein, die Ausrichtung einer Bestattung muß gar nicht teuer sein. Wem es auf “billig” ankommt, der findet im Netz Angebote ab 499 Euro. Wer aber mehr haben will, als einen Leichensammeltransport nach Osteuropa mit Billigeinäscherung und Aschenbeseitigung irgendwo, der muß den normalen Weg gehen und der führt zumeist auf einen deutschen Friedhof und genau hier entsteht der Hauptteil der Kosten für Grab, Grabaushub, Miete der Trauerhalle, Genehmigungsgebühr für den Grabstein, Sargträger, Glockenläuten usw., das läppert sich. Hört man heute, daß eine durchschnittliche Bestattung soundsoviel kostet, dann ist es ja nicht so, daß dieser Betrag komplett beim Bestatter landet; das Meiste geht in der Regel für kommunale Gebühren drauf; und dann kosten Blumen, Kränze, Grabstein, Gärtner und Zeitungsanzeigen auch noch einen Haufen Geld.
Man sollte in jedem Fall dem Bestatter genau sagen, was man wirklich möchte und was man sich leisten kann, er wird einen entsprechend beraten und auch günstige Alternativen aufzeigen können.
Jop, der Ösi hat wieder Shit gemacht. Billa ist eben ein Kaufhaus in Österreich. Dachte das gibt es in Deutschland auch. :-)
Hätte lieber Aldi also Hofer schreiben sollen, aber ich weiß gar nicht, ob es da solche “Clever Produkte” gibt. Bin kaum beim Hofer, also beim Aldi. D-
Ich ruf da immer so ne Nummer an. Die liefern mir dann was schönes. D-
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7.) Wie ist das eigentlich im üblichen Sinne, wenn eine Person stirbt und ein Familienangehöriger dich dann aufsucht? Wie sind da so die Gemüter? Welche Fragen haben die so? Wenn du diesbezüglich keine Auskunft erteilen kannst, ist dies auch verständlich, denn manches sollte einfach Privat bleiben :-)
Was sich alles aus der Organisation eines Sterbefalles ergibt und was die Leute für Fragen und Probleme haben, ja das steht alles im Bestatterweblog.Es würde wirklich zu weit führen, das hier alles aufzuzählen. Aber grundsätzlich sind die Menschen in einer Ausnahmesituation und genau das macht den Beruf so interessant und genau das liefert auch die Geschichten für das Bestatterweblog.
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8.) Diese Seite ist sehr lustig:
http://bestatterweblog.de/pages/trollhilfe.html
Wie bist du auf die Idee gekommen, solch eine zu erstellen? Hattest du denn schon Probleme mit Trollen? :-)
Entschuldigung? Wir sind im Internet.
Also ich hatte hier noch nie Probleme mit Trollen. *Auf Holz oder einfach meinen Kopf klopf* :-)
Wär mir aber auch egal, wenn ich solche Troll-Comments bekommen würde. Ich würde mich freuen, dass sich auch die niveaulose-Schicht für meinen Blog interessiert und mir wohl dabei denken: Auch aus Steinen die einem in dem Weg liegen, kann man etwas schönes bauen.” :-)
Aber ich kann nix bauen. Ich hab zwei linke. hehe
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9.) Via Paypal stellst du deinen Usern die Möglichkeit dar, dir Geld zu überweisen, eben für deine Blog-Tätigkeiten? Das ist teilweise hart umstritten. Wie stehst du zu diesem Thema und konntest du hierbei schon viel einnehmen? Wünschen würde ich es dir, denn dein Blog ist echt sehr hilfreich. :-)
Nimmst du sonst noch Geld mit deinem Blog ein und falls ja wie und wie viel? :-)
Nein, das ist gar nicht umstritten. Warum sollte man denn für ein informatives und unterhaltsames Weblog nicht auch etwas Geld erbitten?Jede Mühe verdient ihren Lohn. Es wird tatsächlich eine Spende erbeten und nicht etwa Eintritt verlangt. Für Zeitschriften, Bücher, Filme usw. gibt man doch auch gerne einen entsprechenden Betrag. Warum also nicht auch für ein Blog das man gerne und regelmäßig konsumiert auch einmal ein paar Euro springen lassen? Ich kann dieses “Kommerzhuren-Gejammer” nicht mehr hören. Angestoßen wird es gerne von solchen Bloggern und Redaktionen, die finanziell abgesichert arbeiten. Von einer solchen Warte aus läßt es sich natürlich vortrefflich über diejenigen meckern, die ein paar Euro hinzuverdienen wollen.
Um ein erfolgreiches Weblog zu führen, das seit Jahren in div. Blogcharts ganz oben rangiert und mit Lob und Preisen bedacht wurde, muß man arbeiten. Das fällt nicht einfach vom Himmel und das ist auch nicht in zehn Minuten täglich erledigt.Man muß tagtäglich abliefern, das Niveau halten und den Lesern immer wieder Information und Unterhaltung bieten.Von nichts kommt nichts.
Außerdem steht hinter einem solchen Weblog ja auch ein gewisser Kostenapparat. Die hohe Besucherzahl macht eigene Server erforderlich, es muß ein Kommentarredakteur beschäftigt werden, es gibt einen Sys-Admin, der sich um die Technik kümmert und sowohl Werbung als auch Merchandising wollen ja vorfinanziert sein. Alles das kostet Geld und das nicht zu knapp. Da muß man schon sehen, daß man irgendwo auch eine Refinanzierung realisieren kann.
Jup, da kann ich dir nur voll und ganz zustimmen. Also wenn man in die deutschen Blogcharts kommen möchte…
Uff, das ist viel Arbeit. Also mein Blog läuft ja echt gut, mehr als gut. Heute schon wieder 1200 Besucher laut Wassup, bei nur 1,3% Spam und 2,8 Seitenaufrufe pro Besucher. Aber ich arbeite an dem Blog eben auch täglich um die 2 Stunden und das schon fast 5 Monate. Aber ich hör nun auf zu blubbern. Du bist es ja um den es hier geht. :-)
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10.) Ohne die Antwort zu erhalten, wie lange es deinen Blog nun schon gibt, weiß ich, dass es ihn wohl schon eine längere Zeit online geben wird. Tja, ich bin eben ein Blog-Profi. Spass beiseite. Man sieht dies eben an deinen Kategorien. Wie kannst du dich immer wieder auf`s neue motivieren und hast du Tipps für Blog-Neulinge parat?
Das Bestatterweblog gibt es seit April 2007. Das läßt sich durch einen kurzen Blick ins Archiv leicht feststellen. Das etwas morbide Thema “Tod, Trauer, Bestattung” hat von Anfang an die Neugierde geweckt und die Besucherzahlen sind relativ schnell gestiegen.Inzwischen gibt es einen Fanclub, Freundesgruppen bei Facebook, Twitter, Irgendwas-VZ und bei “wer kennt wen?”.Allein schon diese Fans und die regelmäßigen Leser, die mir sehr viele Mails schreiben und mich motivieren, sind Ansporn genug, um immer wieder Neues zu schreiben. Auch wird mir das Material lange nicht ausgehen.
Als Tip für Blogger-Neulinge kann ich nur empfehlen, sich auf ein interessantes Thema zu konzentrieren und viel zu schreiben. Und man sollte natürlich auch schreiben können. Leider stümpern sich da viel zu viele mit hilflosem Gestammel durch die Bloggerwelt und man würde sich oft wünschen, sie hätten sich nicht auf das Glatteis des sprachlichen Ausdrucks gewagt.
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11.) Wie viele unique visits hast du eigentlich so pro Tag und wie steht es um deinen Traffic?
Als ich anfing, war das Bestatterweblog noch im shared-hosting. Doch schon nach kurzer Zeit wurde ein eigener Server notwendig, um den täglichen Besucheransturm verarbeiten zu können. Nur wenige Monate später war dann der Umzug in ein anderes Rechenzentrum und die Anschaffung eines noch leistungsfähigeren Servers notwendig. Mit Zahlen anzugeben, das liegt mir nicht. Außerdem weckt sowas immer nur den Neid. Mit den ganz großen Portalen im Netz kann ich nicht mithalten, aber dafür, daß ich mir hier alleine die Finger wundschreibe und meinen eigenen Kopf bemühe, schlage ich mich ganz gut.
Aber jetzt werden ja sicherlich Millionen von Österreichern dazu kommen, hab Dank, ewigen Dank!
Der Großteil meiner Leser sind Deutsche. Bisher habe ich ja fast nur deutsche Blog-Inhaber interviewet.
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12.) Kann ich damit rechnen, dass du wegen unserem Interview, einen kleinen Artikel darüber verfassen wirsd? Ist mir ein Backlink also sicher und falls nicht wieso? :-)
Geizlink ist ja ein sehr reichlich diskutiertes Thema zur Zeit.
Wenn das Interview online geht und ich darüber informiert wurde, weise ich gerne darauf hin. Das “Geizlink”-Thema interessiert mich nicht, es ist ohnehin an mir vorübergegangen, da ich nicht in Kleinbloggersdorf wohne, will heißen: ich lese kaum andere Blogs und kümmere mich nicht um die Grabenkämpfe und Hinterhaltsattacken, die es da so geben soll. Ich mach mein Ding und konzentriere mich darauf, daß meine Kiste läuft.Was ich interessant finde, das verlinke ich.
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13.) Wie gefällt dir eigentlich http://blogger-antworten.com?
Was könnte ich verbessern?
Ich habe Dein Weblog bislang nicht gekannt, mich aber gerne und interessiert dort umgeschaut. Schreibe regelmäßig und interessant, dann kommen und bleiben auch die Leser. Gefällt mir gut! Weiter so!
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14.) Danke für das Interview. :-)
Gerne, hat Spaß gemacht! Viel Erfolg auch weiterhin.

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Über den Autor

Blogger, Webdesigner, SEO und dem Bereich Online Marketing an sich sehr angetan. Wir leben in einer Zeit, in welcher wir Zeugen werden, welche immensen Ausmaße das Internet annimmt und der Hype ist noch lange nicht vorbei. :-)

Kommentare 6

  1. Pingback

  2. Alex says:

    Interessantes Interview. Bin auch ab und zu auf der Bestatter Web Seite. Aber eigenlich ist mir das alles zu morbide :)

  3. Freut mich, dass es dir gefällt. :-)

  4. Maria says:

    Dankeschön für das Interview. Auf die Idee einen Bestatter zu interviewen muss man erst mal kommen. Ein schöner Text. Danke.

  5. Robert Stögmann says:

    Naja, ein Bestatterblog hat mit Trollen wohl mehr zu kämpfen, als ein Tschechischblog. Eh logisch irgendwie. :-)

    Danke, dass gefällt.^^

  6. Petra says:

    Wieder ein interessantes Interview und ein neues Blog in meinem Feedleser :-)
    Apropos Trolle: Ich hatte bis jetzt auch nur einen und das habe ich selbst mit einem Beitrag provoziert. Das war klar, dass da einer trollt.

  7. Tobias says:

    Eine Frage, die ich dann noch hätte: Was sind denn die anderen Traumjobs?

    Zitat: “Mittlerweile ist es aber zu einem meiner Traumberufe geworden”

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