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Interview mit ad-sinistram :-)

Name: Roberto J. De Lapuente
Alter: 35 Jahre
Wohnort: Heppenheim an der Bergstraße
Beruf: gelernter Schlosser
Domain: http://ad-sinistram.blogspot.de
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Blog seit: 3. Januar 2008
Blog Artikel: 1.888 (Stand: 22. November 2013)
Blog Theme: Politik, Gesellschafts- und Sprachkritik, Medien
Seitenaufrufe/Tag: 6.500 bis 14.000
Traffic/Monat: ca. 200.000
Twitter Follower: 387 (Stand: 22. November 2013)
FB-Fans: 1.299 (Stand: 22. November 2013)
Google + Kreise: nicht der Rede wert
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1.) Hallo Roberto, Inhaber von http://ad-sinistram.blogspot.de
Bitte erzähle ein wenig über dich als Mensch.
Was macht dich als Person aus?
Sollte das nicht meine Frau tun? Oder besser noch: Meine Kritiker. Dann erfahrt ihr, dass ich ein ganz Schlimmer bin. Fragt nicht meine Anhänger, die verklären mich manchmal. Ich bin nämlich nicht der gute Mensch aus Heppenheim. Bloß ein ganz normaler Kerl und manchmal Kauz. Und deshalb wahrscheinlich Blogger. Ich denke, man muss schon ein komischer Kauz sein, um zu bloggen.
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2.) Du bist als freier Publizist tätig.
Was bedeutet das eigentlich genau? :-)
Ganz einfach, dass ich mit meiner Schreibe Geld verdiene. Steuerpflichtig natürlich. Publizist ist die Bezeichnung, die ich bei den Behörden führe. Wenn ich mich selbst so bezeichne, finde ich das seltsam. Das klingt so hochtrabend. Passt gar nicht zu mir. Aber es klingt besser als Blogger. Und für manche Journaille ist man als Blogger ja ein Nichts. Publizist hört sich dann doch professioneller an.
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3.) Du findest, dass wir in einem Staat leben, der teilweise eine Überwachungs- und Polizeigesellschaft heranzüchtet. Findest du das nicht etwas zu heavy ausgedrückt?
Andererseits finde ich es persönlich ja toll, dass in dieser Hinsicht etwas unternommen wird.
Man liest ja immer wieder in diversen Zeitungen, dass Abschaum 80 jährige Menschen etc. krankenhausreif schlagen. Da gehören Überwachungskameras in die U-Bahn Stationen. Hm? :-)
Das Zitat mit der herangezüchteten Überwachungs- und Polizeigesellschaft ist seit Anbeginn des Blogs meine Inhaltsangabe. Ja, und die ist heavy. Aber nicht übertrieben oder gelogen. Frag mal die Merkel, die ist richtig angepisst, weil man sie belauscht hat. Diese Empfindung hatte ich schon vor ihr. Nur hat es keinen, auch nicht Merkel, wirklich interessiert. Und dann häufen sich Gewalteinsätze der Polizei. Siehe Occupy. So heavy ist das Zitat also nicht. Das mit dem Abschaum finde ich heavy. Die Wortwahl, meine ich. Bleiben wir bitte mal dabei, Gewalttäter als Menschen anzuerkennen und nicht als Schäume oder so. Sie zu entmenschlichen bedeutet ja auch, dass wir das Problem dieser Gewalt aus der menschlichen Problemzone bugsieren. Nur ein kurzer Gedanke zu diesen Exzessen. Die Gewaltakte unter Tage wurden von Überwachungskameras gefilmt. Das heißt: Die abschreckende Wirkung solcher Kameras ist damit widerlegt. Sie geschahen trotzdem. Brauchen wir also Überwachungsstrukturen für die Sicherheit oder zur Kontrolle?
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4.) Dein Blog findet bei der Masse sehr großen Anklang. 1299 Follower via Facebook sprechen für sich. Obendrein bist du in den deutschen Blogcharts gerankt.
Was ist das eigentlich für ein Gefühl, in diesen Blogcharts gerankt zu sein? :-)
Darüber, dass Blogcharts auch ein Gefühl vermitteln sollen, habe ich nie nachgedacht. Wenn meine Frau mich küsst, dann habe ich Gefühle. Rankings sind nett, aber relativ abstrakt. Texte werden nicht besser, wenn ich höher eingerankt bin. Sagt man das so? Ich weiß nicht mal genau, wo ich meinen Rank einsehen kann.
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5.) Wie hast du es vollbracht, solch einen starken Blog aufzubauen?Der eine oder andere ist da gewiss neidisch. Gibt`s Neidhammel, Trolle sozusagen? ;-)
Trolle? Ha, und wie! Die können mich aber mal. Und Neidhammel? Nie und nimmer. Gibt ja keiner zu. Was ich auch blöd fände, denn neidisch braucht man nicht sein. Sich jeden Tag einen Text aus dem Frontallappen zu leiern ist ja auch nicht immer Zucker. Aber das ist schon ein markanter Punkt, warum ich relativ viel Publikum habe: Täglich schreiben. Und man muss sich unterscheiden von anderen. Berichte über Koalitionsverhandlungen gibt es überall. Also wie berichten? Mit welchem Zungenschlag? Und dann braucht man natürlich befreundete Seiten, die einen pushen. Danke, liebe NachDenkSeiten. Und Grüße auch an Herrn Spiegelfechter.
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6.) In deinem Blog gibt`s einen Spenden Button. Manch einer sieht das ja als schnorrer-mäßig an. Ich für meinen Teil find`s gut, dass es solch eine Funktion gibt und bin am überlegen, selbst solch ein Teil am Blog zu erstellen.
Wie funktioniert das, dass man sich solch einen Spenden Button via Paypal Weiterleitung in seinen Blog einbindet und wie stehst du selbst zu dieser Thematik?
Obendrein rechtlich betrachtet gibt`s doch sicherlich auch einiges zu beachten?
Zur Montage sage ich nichts. Ich besitze hierzu zu wenig Fachbegriffe, um kompetent zu wirken. Ich habe das damals einfach eingebunden und das nötige Dusel gehabt, dass es auch geklappt hat. Wie ich dazu stehe ist einfach: Ich habe auch Rechnungen zu bezahlen. Und ich will auch leben können. Also ist es in Ordnung für mich. Rechtlich ist die Sache klar: Ich gebe diese Einnahmen bei der Steuer an. Das erspart die Vorstrafe und fördert das Gemeinwesen.
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7.) Wie viele Euro erwirtschaftest du im Schnitt, pro Monat, mit deinem Blog und wie kommt dieser Betrag zustande? :-)
Ich schicke dir einfach mal meinen nächsten Steuerbescheid. Dann bist du im Bilde. Meine Einnahmequellen sind mannigfaltig. Frag die Typen, die mich nicht leiden können, die wissen ganz genau, wie ich meine Leser abzocke. So sehen die es jedenfalls, weil es Werbung gibt und Spenden-Button, weil ich kurz gesagt monetarisiert habe. Aber diese miesen Typen sind auch Publikum. Ich mag sie, sie sind Teil meiner Einnahmen.
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8.) Du als freiberuflicher Journalist weißt das bestimmt…
Was ist der Unterschied zwischen einem Blog und einem Magazin?

Ich check das bis heute noch nicht so ganz. ;-)
Ich verrate dir was: Ich weiß es auch nur ungefähr. Ich nehme an, es hat was mit der Ausbildung zu tun. Wenn studierte Schreiber etwas publizieren, dann ist es ein Magazin. Wenn Kerle wie ich es probieren, dann ist es ein Blog. Mit Qualität hat es weniger zu tun, auch wenn Journalisten das manchmal glauben. Aber Journalisten glaubten bis neulich ja auch, dass die Deregulierung der Finanzmärkte unbedingt notwendig sei, um Wachstum und Wohlstand zu schaffen. Mancher Blogger hat das schon vorher nicht geglaubt.
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9.) Ne andere Frage mal zur Abwechslung. ;-)
Manche Zeitungen verdienen Millionen pro Jahr, diverse Blogger erhalten gerade einen Bruchteil, haben teilweise aber bei weitem mehr Leser. Woran liegt das wohl und wird sich dieses “Phänomen” wohl zukünftig betrachtet verbessern?
Klar wird sich das verbessern. Für die Zeitungen. Aber auch nur für einige wenige. Letztlich ist der freie Markt nur die Grundlage jeden Monopols. Aber für Blogger wird es nur marginal besser. Sie sind einfach nicht das Big Business. Was mir aber mehr stinkt als die Ungleichverteilung der Einnahmen: Dass Bloggermeinung in der Öffentlichkeit kaum vorkommt. Wir wissen alle, was Müller-Vogg so im Kopf hat oder nicht. Oder der Franzl Wagner. Oder der seriöse Herr Jörges. Aber es gibt viele Blogger, die viel spannendere Ansichten haben. Die kommen mit etwas Glück bei irgendeiner Blog-Show einer Zeitung vor, einer Sammlung von Blogger-Statements also. Das ist dann aber bereits das Höchste der Gefühle.
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10.) Optimierst du deine Artikel eigentlich auf SEO und hast du sonst noch Infos parat, für Blogger, welche sich diese Materie näher aneignen möchten?
Ich glaube, ich bin eine Enttäuschung für dich, weil ich dir nur wenig Technisches an die Hand geben kann. Ich gebe jetzt nicht zu, dass ich nicht mal weiß, was SEO ist. Also zur Frage: Nein, ich optimiere nicht auf SEO. Sollte ich das tun?
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11.) Danke dir für das Interview und alles Gute weiterhin. :-)
Ich habe zu danken. War sehr informativ für mich. Jetzt weiß ich nämlich, dass es SEO gibt. Wird auch selten vorkommen, dass du dem Blogger das Bloggen erklärst. Daher danke ich dir für das Interview. Und selber alles Gute.

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Über den Autor

Blogger, Webdesigner, SEO und dem Bereich Online Marketing an sich sehr angetan. Wir leben in einer Zeit, in welcher wir Zeugen werden, welche immensen Ausmaße das Internet annimmt und der Hype ist noch lange nicht vorbei. :-)

Kommentare 8

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  4. Aber ich seh das so Großmann. So kleinkariert bin ich wohl nicht, da ich es dir erlaube, hier überhaupt mitzuschreiben. ;-)

  5. Warum bin ich deshalb kleinkariert?

  6. Stefan says:

    Beruf: gelernter Schlosser und einer der besten Philosophen die es in Deutschland derzeit gibt. Klingt komisch, ist aber so.
    Sorry Roberto ! Sie sollten wissen: ich bin ein Fan von Ihnen und selber Schlosser.

  7. Großmann says:

    Natürlich darf er schreiben, was er will.
    Und bitte, was Kleinkariertheit angeht, lies doch mal bitte den Kommentar zu Deiner Rede vom “Abschaum” in den Kommentaren auf Ad Sinistram zu diesem Artikel hier.

  8. Andererseits kenn ich Leute, die nur in der BMW am Bandl arbeiten und locker das Zeug zum was weiß ich, Dr., Wissenschaftler etc. hätten. Also du lebst echt in ner kleinkarierten Welt und erspar mir bitte zukünftig solche Comments. Stell ich dann nicht mehr frei. Außerdem solange er sich an die gesetzlichen Regeln hält, kann er schreiben, worüber er will? :-)
    Peace

  9. So siehst du das vlt.
    Ich seh das anders.
    Es gibt im deutschsprachigem Raum rund 70.000 aktiv betriebene Blogs und die 100 besten Blogs pro Monat werden in den deutschen Blogcharts gerankt. Dein Schlosser ist in diesen Blogcharts gerankt.
    Und du? Du beschimpfst jemanden in deiner Anonymität, hast anscheinend nicht einmal einen Webauftritt. Sowas find ich traurig.

    Außerdem, was soll das heißen: “Ein Schlosser”
    Denkst, wenn man Abi oder ein abgeschlossenes Studium hat ist man besser, mehr Wert oder intelligenter?
    Ich kenn genügend Leute mit 1 bis teilweise sogar 2 Titeln, die nicht wirklich viel in der Birne haben, menschlich betrachtet sowieso unterste Schublade sind.

  10. Großmann says:

    Oh Mann… Ein Schlosser hat sich etwas Pseudointellekt angelesen und sieht sich nun auf einer Mission, den Menschen die Welt zu erklären.

  11. Naja ich denk man sieht zumindest die Gesichter der Täter und kann diese somit schneller dingfest machen und klar, wenn jemand einfach so in der U-Bahn oder wo auch immer auf nen 80 jährigen einprügelt, ist das Abschaum und sonst nichts.

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