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Interview mit 1001erfolgsgeheimnisse.com

Name: Martin Grünstäudl
Alter: 30 Jahre
Wohnort: Krems an der Donau (Österreich)
Beruf: Puhhhh.. angestellt, momentan in Bildungskarenz, erneuter (ewiger?) Student, Autor und vielleicht mal jemand, der in Zukunft Geld mit dem Bloggen verdient?
Interessen: Lesen, Musik, Psychologie, Fitness, Kampfkunst, Kaffeehaus, Kino …
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Blog: 
gruendungswissen.at
unique visits/Tag: leider etwas weniger als zu Spitzenzeiten
1001erfolgsgeheimnisse.com: ca. 200 Besucher am Tag
Seitenaufrufe/Tag: gruendungswissen.at leider etwas weniger als zu Spitzenzeiten
1001erfolgsgeheimnisse.com: ca. 400 Seitenaufrufe am Tag
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Page Rank: Ist mir ziemlich egal
Twitter Follower: im Aufbau
FB-Fans: ich bin nicht auf Facebook
Google + Kreise: im Aufbau

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1.) Hallo Mag. Martin! ;-) P-
Du bist der Inhaber von http://www.gruendungswissen.at/.
Wie kam der Blog damals?
Wie fing das seinerzeit alles an?
Hallo Robert, also so titelversessen bin ich nicht. :)
Ich war irgendwie überrascht, dass du mir jetzt Fragen zu meinem ersten Blog stellst, den ich die letzten Monate – wenn nicht sogar die letzten zwei Jahre – recht stiefmütterlich behandelt habe.
Angefangen hat alles durch die Gründung einer Steuerberatungskanzlei durch meinen Vater, bei der ich auch mit von der Partie war. Wir haben uns mal zusammengesetzt und uns überlegt, wie wir relativ rasch eine solide Kundenbasis aufbauen könnten. Und das ist ziemlich schwer in der Branche. Die Klienten sind oft viele Jahre und Jahrzehnte beim selben Steuerberater. Es kommt schon mal vor, dass sogar die dritte Generation beim selben Steuerberater (bzw. beim Nachfolger) ist. Böse Zungen behaupten ja, dass man in dieser Branche zu Silvester die Sektkorken knallen lassen kann, da man 95 Prozent des Vorjahresumsatzes schon sicher in der Tasche hat.

Für alle, die neu mit einer Steuerberatungskanzlei an den Start gehen, ist das natürlich keine gute Ausgangsposition – vor allem, wenn man so wie wir keine bestehende Kanzlei übernimmt. Wir sind daher rasch zu der Überzeugung gelangt, dass wir nur durch die Spezialisierung auf Existenzgründer zu einer tragfähigen Zahl an Klienten kommen können. Und so haben wir unter anderem damit begonnen, Infos für Existenzgründer ins Netz zu stellen. Im ersten Jahr auf der Webseite selbst und dann ab März 2010 auf gruendungswissen.at.
In den ersten zwei Jahren war ich echt total motiviert und habe jeden Tag einen neuen Blogbeitrag veröffentlicht. Die Besucherzahlen waren auch recht gut mit der Zeit und es hat uns in der Tat einige neue Klienten eingebracht. Mittlerweile habe ich allerdings etwas die Lust am Thema Existenzgründung verloren. Zum Teil auch, weil ich Anfang dieses Jahres einen neuen Blog unter http://1001erfolgsgeheimnisse.com ins Leben gerufen habe. Deshalb hatte ich auch gehofft, du interviewst mich zu diesem Blog, da nun dort mein ganzes Herzblut drinnen steckt :)
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2.) Ah aus Zwettl. Nicht wirklich weit entfernt von mir. Darum hast wohl gefragt, ob ich dich via E-Mail interviewe. Interview via Cam wäre nett, aber dazu fehlt mir leider das Sponsoring. :-)
Die Frage hatte ich gestellt, weil manche lieber via Skype interviewen. Ich muss aber gestehen, dass ich die Möglichkeit auch nur in der Firma hätte, daheim hab ich auch keine Cam.
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3.) Was hast du studiert, betreff Mag.? :-)
Ich habe die Fachhochschule in Krems besucht. Der Studiengang hieß Unternehmensführung für KMU und hat vier Jahre gedauert. Das war eine wirklich schöne Zeit.
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4.) Worum dreht es sich nun eigentlich in deinem Blog?
Auf gruendungswissen.at dreht sich alles um das Thema Existenzgründung und die Zeit danach – also die ersten Jahre nach der Gründung.
Auf 1001erfolgsgeheimnisse.com beschäftige ich mich mit den Themen Erfolg, das Setzen von Zielen und mit der Steigerung von Selbstvertrauen. Auch Themen wie Bloggen und passives Einkommen spreche ich von Zeit zu Zeit mal an. Allesamt Themen, die mich zur Zeit sehr beschäftigen. Ich schreibe wirklich gern darüber.
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5.) Macht es, deiner Ansicht nach, heutzutage mehr Sinn, Bücher zu verfassen oder lautet die richtige Antwort doch E-Book und warum? Wie stehst du dazu?
Ich bin grad mittendrin eines zu schreiben. Die Frage passt also perfekt. Im Mai 2011 habe ich ja schon mal ein Buch veröffentlicht. Damals ging es – nicht weiter überraschend – um das Thema Existenzgründung in Österreich.
Auch wenn das Veröffentlichen von Büchern über Verlage durchaus Vorteile hat, so setze ich bei meinem nächsten Buch (das so Gott und meine Fähigkeit zur Selbstmotivation wollen, noch dieses Jahr erscheint) auf das Book-on-Demand Verfahren.
Um auf deine Frage zurückzukommen: Ich würde auf beides setzen. Man kann zum Beispiel prima sein eBook auf seiner Homepage beziehungsweise seinem Blog direkt anbieten (und so 100 Prozent der Einnahmen lukrieren) und zusätzlich das eBook auch über Amazon Kindle und im Apple IBook Store anbieten. Mittlerweile kann man sich das Buch sogar von einer Tochterfirma von Amazon drucken lassen. Oder man wendet sich an einen anderen Book-on-Demand-Anbieter, wodurch man (zumindest theoretisch) die Möglichkeit hat, dass das Buch im stationären Buchhandel erscheint.
Meiner Meinung nach sind die Konsumenten im deutschsprachigen Raum einfach zu traditionell, als dass der reine eBook Verkauf von großem Erfolg gesegnet sein kann. Die meisten kaufen glaub ich immer noch das physische Buch. Dafür ist die Marge bei eBooks naturgemäß größer, da Druck- und Versandkosten wegfallen.
Ach ja: Das Thema meines Buches / eBooks wird sich diesmal nicht um Existenzgründung, sondern um ein Thema handeln, dass ich auf meinem neuen Blog regelmäßig behandle :)
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6.) Betreibst du deinen Blog kommerziell und falls ja, wie viele Euro erwirtschaftest du hierbei, im Schnitt, pro Monat?
Mit gruendungswissen.at bin ich wie gesagt aus dem Grunde online gegangen, um damit unsere Bekanntheit aufzubauen und um Neukunden – vornehmlich Existenzgründer – zu gewinnen. Man findet dort auch keine Werbung und somit habe ich dort auch nie direkte Einnahmen erwirtschaftet. Die Einnahmen waren allesamt indirekter Natur, was allerdings schwer zu messen ist. Da man aber bedenken muss, dass neue Kunden einer Steuerberatungskanzlei in der Regel über viele Jahre hinweg treu bleiben, war der Erfolg ganz gut :)
1001erfolgsgeheimnisse.com liegt derzeit noch auf wordpress.com. Ich wollte mit der Seite schon eine ganze Weile zu einem Hoster umziehen, hab mich dazu aber noch nicht durchgerungen. Unangenehme Sachen schiebe ich halt immer noch oft vor mir her – und technisch bin ich auch eine volle Niete. Ich werde das aber definitiv in diesem Jahr noch machen und den Blog in weiterer Folge etwas monetarisieren. Doch im Großen und Ganzen möchte ich eher eigene Produkte bewerben und weniger die Produkte anderer. Das erste Buch / eBook habe ich ja – hoffentlich – bald zu bewerben :)
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7.) Auf welche Suchwörter optimierst du so und wie stellst du das an?
Oje.. das ist mit Sicherheit noch verbesserungswürdig. Ich versuche aber zumindest, dass ich mich bei jedem Blogpost auf genau ein Suchwort konzentriere und achte dann darauf, dass es nach Möglichkeit in der Überschrift, in der Url und natürlich dann auch im Text einige Male vorkommt. Auch die interne Verlinkung versuche ich nach Möglichkeit mit diesem Hauptkeyword zu realisieren.
Ich bin draufgekommen, dass vor allem die Ausgangsartikel meiner Artikelserien am besten in Google ranken. Ich denke mal das kommt daher, weil ich von jedem Blogpost zur Serie auf den Ausgangsartikel zurückverlinke – und zwar hauptsächlich mit dem Hauptkeyword. Und auch externe Links weisen viel eher auf den Ausgangsartikel der Serie als auf irgend einen anderen.
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8.) Du hast mit einem Kollegen ein Buch verfasst?
Es nennt sich: Unternehmensgründung in 50 Fragen und Antworten.
Wie lief das alles ab?
Welcher Verlag wurde gewählt?
Wie viele Exemplare konntet ihr bisher verkaufen?
Wie viele Euro bleiben euch pro verkauftem Buch im Schnitt?
Das Buch habe ich gemeinsam mit meinem Vater geschrieben – wobei 2/3 davon ich beigesteuert habe. Der erste Verlag, den wir angeschrieben haben, hat uns abgelehnt, weil er zu wenig Potential in dem Buch sah. Es gibt pro Jahr nur etwa 30.000 Existenzgründungen in Österreich und die Hälfte des Buches beschäftigt sich mit rechtlichen Belangen, die eben nur für Österreich gelten und nicht etwa für Deutschland (wo 10 Mal so viele Unternehmen gegründet werden wie in Österreich).
Der zweite Verlag, den wir angeschrieben haben, hat uns aber relativ rasch zugesagt. Es handelt sich dabei um den dbv Verlag aus Graz. Das ist ein kleinerer Verlag, der als Zielgruppe vor allem Steuerberater und selbständige Buchhalter hat (deswegen haben wir ihn auch gekannt und angeschrieben).
Rückblickend muss man allerdings sagen, dass die Zusammenarbeit mit dem Verlag zwar wirklich gut und reibungslos war, dass der Verlag für unsere anvisierte Zielgruppe (Existenzgründer) klar der falsche war. Da hätte es sicher andere gegeben, die besser geeignet gewesen wären. Der dbv Verlag hätte sich wunderbar für ein steuerrechtliches Thema oder so geeignet, wo die Zielgruppe Buchhalter, Unternehmensberater oder andere Steuerberater wären – aber eben nicht für ein Buch für Existenzgründer.
Deshalb war das Buch jetzt auch nicht so der große Renner. Etliche hundert Exemplare wurden zwar verkauft und es verkauft sich auch jetzt noch. Ein Vermögen verdient man damit aber nicht. Zumal wir auch nur 10 Prozent des Nettoerlöses pro verkauftem Buch lukrieren (beziehungsweise 12 Prozent ab dem tausendsten verkauften Buch).
Was aber Bekanntheit und Neukunden betrifft, hat sich das Buch sehr wohl ausgezahlt. In jener Region in der wir tätig sind, hat sich das schon ziemlich rumgesprochen und wir haben wirklich davon profitiert.
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9.) Hast du Tipps und Tricks in punkto Existenzgründung parat?
Worauf muss man Wert legen? :-)
Ja sicher hab ich die. :)
Mein wichtigster Tipp ist, dass man sich im Vorfeld der Gründung die wirklich wichtigen Fragen stellen sollte. Und damit meine ich nicht die Fragen, von denen die meisten glauben, dass sie die wichtigsten sind á la „Wie melde ich das Unternehmen an?“ oder „Was lässt sich alles von der Steuer absetzen? “ etc…
Ich meine da eher Fragen wie „Wieso sollten Kunden gerade bei mir einkaufen und nicht bei der Konkurrenz?, Was ist der spezielle Kundennutzen, den ich anbiete?, Wie kann ich mich am Markt positionieren, damit Kunden auch mitbekommen, warum sie zu mir kommen sollen?“ …
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10.) Was hältst du an sich von den österreichischen Bloggern?
Besteht da eher ein Konkurrenzkampf oder wie siehst du das?
Ich denke ehrlich gesagt nicht wirklich in Kategorien wie österreichische oder deutsche Blogger. Für mich sind das alles einfach deutschsprachige Blogger. Ich glaube auch nicht, dass sich die Mentalität hier recht unterscheidet. Außerdem kriegt man es ja oft gar nicht mit, ob der Blogger oder die Bloggerin aus Deutschland, Österreich oder der Schweiz ist, weil viele .com gewählt haben und nicht .de oder .at (Trotzdem freut es mich, wenn ich hin und wieder mal .at lese, da es so viele ja nicht gibt.)
Ich glaube allgemein, dass im deutschsprachigen Raum nicht viel verlinkt wird und das oftmals der Neid vorherrscht. Und man verlinkt oft auch nur, weil der andere verlinkt und nicht, weil die Inhalte gut sind. Das ist meiner Meinung nach auch der wahre Grund, warum es Sinn macht, sich im Social Web wie Facebook, Twitter und co. zu engagieren. Wenn du dort nicht vertreten bist, dann wirst du dort nämlich nicht (bzw. nur wenig) geteilt. Deine Beiträge werden nur geteilt, weil du dort mit einem eigenen Account vertreten bist und für alle anderen die Chance besteht, dass ihre Beiträge dann ebenso von dir geteilt werden. „Wie du mir so ich dir“ lautet das Mantra im Social Web.
Das muss jetzt nicht per sé schlecht sein, wenn man Artikel von Freunden fleißig teilt – ich mach das ja auch wenn ich sie gut finde. Aber richtig gute Artikel nur deshalb nicht zu teilen, weil umgekehrt keine Chance auf einen Gegenverweis besteht, finde ich nicht gut.
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11.) Kanntest du http://blogger-antworten.com schon?
Was könnte ich verbessern oder ist schon alles rosig? :-)
Ja ich habe deinen Blog bereits vor ca. 2 Jahren entdeckt. Da du dann aber lange nichts mehr gepostet hast, hab ich nicht mehr dran gedacht. Mittlerweile habe ich aber deinen Feed abonniert und werde sicherlich so manchen Beitrag lesen.
Verbesserungspotential sehe ich deshalb vor allem in der Regelmäßigkeit :)
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12.) Danke dir für das Interview und alles gute, auch weiterhin.
Ich hab dir zu danken :)

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Über den Autor

Blogger, Webdesigner, SEO und dem Bereich Online Marketing an sich sehr angetan. Wir leben in einer Zeit, in welcher wir Zeugen werden, welche immensen Ausmaße das Internet annimmt und der Hype ist noch lange nicht vorbei. :-)

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