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Interview mit http://mucbook.de

Mucbook.de ist ein sehr google starker Blog und auch in punkto Seitwert oho. Ich lese Mucbook selbst des öfteren und möchte euch folgendes Interview nun nicht vorenthalten. Viel Spass beim lesen. Obendrein ein großer starker Blog, frei von Werbung. Warum wollt ihr wissen? Ihr erfährt es im Interview. :-)

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1.) Hallo Marco. Du bist der Herausgeber von http://mucbook.de. Erzähle uns doch bitte ein wenig über deine Tätigkeiten.
Herausgeber ist in diesem Fall wohl nicht so ganz der richtige Begriff. mucbook versteht sich da eher als Journalisten-Kollektiv ohne Hierarchien. Die Hauptakteure sind Christoph Leischwitz, Sebastian Gierke und ich. Um uns herum gibt es ein buntes Netz aus rund 100 Autoren und Fotografen, die für mucbook schreiben und fotografieren sind. So wie wir finden sie es in erster Linie einfach spannend, neue Formen des Journalismus im Netz auszuprobieren. Entsprechend sind unsere täglichen Aufgaben die gleichen wie in unseren herkömmlichen Redaktionen: Auswählen, Recherchieren, Schreiben – nur das eben noch neue Tätigkeiten hinzukommen: Bloggen, Kommentieren, Verlinken. Wir kooperieren auch eng mit den großen Medienausbildern in München: DJS und M94,5. Geld verdienen wir mit mucbook mit medienpädagogischen Projekten und Inhalten und Unterstützung durch Stiftungen. Das geht, weil unser Portal werbefrei ist und als gemeinnütziges Projekt angelegt ist.Während viele junge Schreiber das eigene Blog als Schritt in die etablierten Medien sehen, ist das bei mir eher umgekehrt. Das Geld kommt bei mir über meine Agentur text:bau (www.textbau.com), die sich auf Journalismus und Corporate Publishing in den Themenfeldern Bildung, Kultur und Umwelt im Print- und Onlinebereich spezialisiert hat.
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2.) Was macht dich als Mensch aus?
Eine nur scheinbar beiläufige Frage … Aber im Zusammenhang mit mucbook könnte man sagen: Ich bin in der Sache hier wohl ein hoffnungslos Getriebener der Vision eines journalisitisch geprägten lokalpolitischen Weblogs; begeistert davon, Dinge umzusetzen, die andere für nicht realisierbar halten. Wenn einer sagt: „Das funktioniert nicht.“, ist das für mich  ein Arbeitsauftrag. Eine Eigenschaft, die bei einem Projekt wie mucbook wohl nicht die schlechteste ist.
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3.) Worum dreht es sich bei Mucbook und wie fing damals alles an?
mucbook ist ein werbefreies lokales Journalistenportal, das in gemeinnützigen Projekten mit Nachwuchsjournalisten eigene Beiträge produziert, jungen Literaten eine Bühne bietet und gute Inhalte aus Blogs auf einer Seite zusammen führt. Wie es dazu kam? Ich mache seit einigen Jahren in München drei lokale Magazine, die bereits neue Formen des Print-Journalismus ausloten. Das sind das mucs-Magazin (www.mucs-magazin.de), der spitzer (spitzer-muenchen.info) und klimaherbst (www.klimaherbst.de). Seit ich sieben Jahre bei der SZ war, bin ich leidenschaftlicher Lokaljournalist und musste immer wieder staunen, dass viele Verlage beim Thema Internet den lokalen Markt vernachlässigen. Es ist kein Geheimnis, dass die Mehrheit der Menschen in der Zeitung lokale Infos aus dem örtlichen Umfeld lesen will. Warum sollte das im Netz anders sein? Da gibt es aber ein Dilemma: Die auf Klicks basierende Abrechnung der Anzeigen bringt im lokalen Bereich viel weniger ein als Inhalte, die national relevant sind. Zugleich gewinnen Werbekunden immer mehr Einfluss auf die Inhalte. Das lässt PR-Portale so fröhlich sprießen.

 mucbook ist entstanden, weil es diese mediale Lücke im Netz gibt. In München fehlt für junge Leute ein unabhängiges umfassendes journalistisches Magazin, das sich ausschließlich dem Lokalen in allen seinen Bereichen (Politik, Sport und Kultur) widmet. Also habe wir uns entschieden dieses Experiment zu wagen. Der Ausgang ist noch offen: Es gibt bei uns keine bezahlte Werbung. Das bringt uns zwar kein Geld, aber viel Sympathien und Vernetzungen. Man kann sagen, ich habe selten ein Projekt erlebt, dass so viele Menschen mit so viel Engagement unterstützen. Da sind wir in Zeiten der Medienkrise, die in München natürlich besonders bitter ist, wohl auch gerade zum richtige Zeitpunkt aufgetaucht. Langfristig glaube ich an die Zukunft des Stiftungsjournalismus als Baustein im deutschen Mediensystem, ähnlich dem Dualen System im Rundfunk.
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4.) Das Template wirkt ein wenig unübersichtlich wie ich empfinde. Bleibt dies so?
Vor allem für Laien nicht sehr einfach, sich da durchzulesen. :-)
Haha. Ja, wir wollten schon, das sich unser ungewöhnliches Konzepte auch äußerlich widerspiegeln. Darum dieser völlig andere Aufbau im Zeilenverlauf. Wie es im Netz immer so ist, gewöhnt man sich aber schneller daran, als man erst denkt. Als unser Art-Director Florian Dreyssig (www.squiche.de) mir das erste Mal einen Entwurf gezeigt hatte, habe ich auch gerufen: „Oh Gott, was ist das?“ Aber dann hat es mir dieser unhierarchische Aufbau schnell angetan. Die Oberfläche entspricht der Idee von mucbook, den Leser als Teil des Kommunikationsprozesses zu sehen. Wir wollen dem Leser auch gar nicht vorschreiben, was nun der Aufmacher ist: Bei uns darf sich jeder raussuchen, was ihm wichtig ist. Und da wir keine Werbung verkaufen, brauchen wir keine Klicks generieren. Also ist ein Templet, das möglichst viele Inhalte auf einem Blick zeigt, eine logische Konsequenz. Zur Beruhigung: Wir werden aber an der Grafik in den nächsten Wochen noch etwas feilen, um die Kategorien deutlicher zu machen.
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5.) Wie viele eindeutige Besucher habt ihr so pro Tag und wie steht es um euren Traffic?
Traffic als Selbstzweck ist uns wie gesagt nicht wichtig. Für mich zählt nur, ob wir einen Mehrwert für die Münchner bringen oder nicht. Das wir das tun, zeigen die steigenden Userzahlen, die sich zum Beispiel im Januar im vergleich zum Dezember verdreifacht haben. Da kommen dann auch mal  schnell 1000 Leser am Tag zusammen.
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6.) Nutzt ihr Plugins?
Klar.
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7.) Was hältst du von Facebook und Twitter? Top oder Flop?
Die Antwort ist einfach: Ohne die sozialen Netzwerke hätte eine Seite wie die unsere keine Chance, wahrgenommen zu werden. Wir nutzen twitter und facebook intensiv, um auf unsere Inhalte hinzuweisen. Das Feedback auf facebook und twitter zeigt uns auch welche Themen gerade gerne gelesen werden – etwa bei den Studentenprotesten oder Diskussionen über einen Flashmob. Außerdem sind facebook und twitter für uns in der Tat so etwas wie Mikro-Nachrichtenagenturen, die  uns viele wichtigen Infos und Anregungen aus der Subkultur liefern.
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8.) In der Blogosphäre wird leider sehr wenig verlinkt. Kann ich auf einen Backlink von dir zählen und falls nicht, warum? :-)
Links sind unsere große Leidenschaft. Hier ist ja unser großes Alleinstellungsmerkmal. Während die Verlagshäuser sich abschotte und Möglichkeit suchen, die Leser auf ihrer Seite zu halten, schicken wir unsere Leser mit großer Vorliebe auf schöne Seiten anderer Portale und Redaktionen. Unsere Blogroll wird auch gerade befüllt und kommt in den nächsten Tagen online. Eigentlich gibt es ei uns für alle Inhalte und Links nur eine Vorgabe: Es muss etwas mit München zu tun haben. Das ist ja jetzt nach diesem Interview der Fall. ; )
Na, dann freue ich mich mal und sag brav danke :-)
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9.) Wie gefällt dir eigentlich http://blogger-antworten.com?
Eine geniale Idee. Sozusagen der Perlentaucher der Blogs. Vor allem finde ich clever, wie du durch das Stellen ein paar schriftlicher Fragen ohne viel Aufwand an exklusive Inhalte kommst. ; )
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10.) Danke für das Interview.
Ich bedanke mich für die Fragen und wünsche deinem „kleinen“ Blog natürlich eine großartige Zukunft.
Danke, geht bergauf und bergauf. :-)
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Mein Tipp
http://mucbook.de

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Über den Autor

Blogger, Webdesigner, SEO und dem Bereich Online Marketing an sich sehr angetan. Wir leben in einer Zeit, in welcher wir Zeugen werden, welche immensen Ausmaße das Internet annimmt und der Hype ist noch lange nicht vorbei. :-)

Kommentare 2

  1. Robert Stögmann says:

    Naja, ich versuche nicht immer alles schön zu reden und gehe immer davon aus, dass ich totaler Laie im WWW bin und für einen totalen Laien ist das Template eben unübersichtlich. :-)
    Aber sonst ist der Blog natürlich wow. :-)

  2. Tobias says:

    Ich weiß ja nicht, was der liebe Robert immer mit seinem unübersichtlichem Template hat .. ;o) also ich finde eure Aufmachung klasse. Und die Andeutung, dass der Leser mit einbezogen werden soll, in diese spezielle Art der Kommunikation, die eben nunmal nur ein Blog bieten kann, kann ich sehr gut nachvollziehen.

    Ich kannte mucbook bisher nicht und werde ab sofort bestimmt regelmäßiger auf der Seite vorbeischauen ..

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