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Interview mit http://et-tutorials.de “einen bloggenden Lehrer hätte ich auch gerne gehabt :-)”

Name: Wolfgang Bengfort
Alter: 44 Jahre
Wohnort: Münster
Beruf: Dipl.-Ing Elektrotechnik, Lehrer
Interessen: Reisen, Internet, Saxophon spielen

Blog: ET-Tutorials.de
unique visits/Tag: ca. 200
Seitenaufrufe/Tag: 800 – 1.000
Traffic/Monat: ca. 25.000
Page Rank: 3


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1.) Hallo Wolfgang. Wieso kommentierst du eigentlich immer wieder auf http://blogger-antworten.com mit? Was habe ich nur verbrochen? Ne Spass beiseite. Was gefällt dir denn so an blogger-antworten, dass ich dich immer wieder zum mitkommentieren verleite? :-)
Hallo Robert,
vielen Dank für dieses Interview.
Da muss ich Dich leider direkt zu Beginn des Interviews ein wenig enttäuschen. Soooo häufig bin ich gar nicht hier, obwohl ich Deinen Blog sehr interessant finde. Wenn ich Deinen Blog besuche, dann kommentiere ich aber auch gerne. Gerade die  Kommentar-Funktionen machen Blogs lebendig, wie ich finde. Und Blogs, die ich gut finde, unterstütze ich gern durch Kommentare.

Dadurch, dass Du auf Deinem Blog regelmäßig die verschiedensten Blogs vorstellst, finde ich hier Blogs, auf die ich sonst nie gestoßen wäre. Das macht Deinen Blog so interessant, neben der genial-einfachen Idee auf diese Weise „User-generated Content“  zu erstellen.
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2.) Wolfgang heißt du und auf http://et-tutorials.de bloggst du. Wie lange bloggst du nun schon auf et-tutorials und wie kam der Blog zustande? Warum bloggst du eigentlich?
Ich blogge seit September letzten Jahres, also seit ca. 9 Monaten. Dass es ein „Blog“ geworden ist, liegt eher an der Software WordPress. Ich suchte ein einfach zu bedienendes CMS. Ich hatte Typo3, Joomla und WordPress getestet.

WordPress ist so genial einfach, dass ich mich um die Inhalte kümmern kann und relativ wenig um Technik. Ich verwende ein für Blogs relativ untypisches Magazin-Theme. Der typische Blog-Charakter fehlt daher ein wenig.

Tja, warum blogge ich? Das hat mit meinem derzeitigen Beruf als Lehrer zu tun. Meine Schüler müssen (möchten?) ein relativ anspruchsvolles Fach lernen – Elektrotechnik.

Hierbei möchte ich meine Schüler unterstützen, indem ich kleine Videos produziere, in denen der Unterrichtsstoff und zusätzliche Informationen in leicht verdaulichen Happen noch einmal präsentiert wird.
So kann sich jeder bei Verständnisproblemen ein Video so oft angucken, wie er/sie es möchte.

Bis zur Idee, diese Videos nicht nur für die eigenen Schüler zu produzieren, sondern allgemein zur Verfügung zu stellen, ist es dann nicht mehr weit.
Einen bloggenden Lehrer hätte ich auch gerne gehabt.
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3.) Welche Blogger sind in der deutschsprachigen Blogosphäre wohl am angesagtesten? Welche sind wohl so die Ikonen, die Gurus? ;-)
Hier kommt es auf die Kriterien an. Bzgl. Besucherzahlen und Backlinks findet man ja die aktuellen Statistiken auf den jeweiligen Portalen Bloggerei.de bzw. DeutscheBlocharts.de.

Bei Nischenblogs kommt es auf die Zielgruppe an. Interessiert man sich vor allem für Marmeladengläser des letzten Jahrhunderts kommen sicher nicht die Mainstream-Blogs infrage.

Das ist ja das schöne in der „Blogosphäre“. Für fast jedes noch so abgefahrene Thema gibt es Blogs.
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4.) Worüber bloggst du eigentlich auf et-tutorials. Mach uns den Blog doch bitte schmackhaft. Ich hol schon mal Gabel und Messer raus. JAM JAM. :-)
Für 99% der Internet-Besucher (sagt man heute eigentlich immer noch Surfer?) ist mein Thema ähnlich interessant wie die eben zitierten Marmeladengläser.

Es geht auf ET-Tutorials.de um Elektrotechnik. Und zwar um kleine Video-Anleitungen. Daher der Name.

Speziell geht es vor allem im ersten Schritt darum, Schülern der Abitur- und Fachabiturklassen und Studenten der Elektrotechnik das Leben ein bisschen zu erleichtern.  Im zweiten Schritt wird es auch darum gehen, anhand von Projekten bei Schülern wieder den Spaß an Technik zu wecken.

Meine Seite ist also ein klarer Nischenblog. Mit einer fest umrissenen Zielgruppe. Für die meisten total uninteressant. Für geschätzt 50.000 Menschen (und potentielle Besucher) im deutschsprachigen Raum hoffentlich hilfreich.
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5.) Du beschäftigst dich also mit Drehstrom, Wechselstrom und der Elektronik an sich. Wie bist du zu dieser Materie gestoßen?
Wie gesagt, durch meinen Beruf.
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6.) Ein Kumpel von mir möchte ja ein kleines U-Boob bauen, um dann in diversen Seen für Einheimische und Touristen den Reiseführer zu spielen, natürlich unter der Wasseroberfläche. Ist sowas aus deiner Sicht eigentlich möglich, wenn man keinen reichen Sponsor zur Seite hat? Ihm mangelt es anscheinend nurmehr am Motor. Alles andere hat er schon, wie er meinte. So ein Motor kostet doch bestimmt einiges, für solch ein Projekt?
Das Gesamtsystem sollte auf jeden Fall wasserdicht sein!
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7.) Du hast 438 Followers bei Twitter. Das ist schon beachtlich. Wie hast du dies geschafft? Twitterst du selbst aktiv und falls ja, wie?
Während der Vorbereitungsphase meines Blogs habe ich einen Artikel über Twitter gelesen und wollte dieses komische System auch einmal ausprobieren. So ein Account ist ja in 2 Klicks angelegt. In den ersten Monaten habe ich dann Twitter ausprobiert und regelmäßig getwittert. In meiner Nische bringt Twitter aber nicht allzu viel. Ich twittere daher zur Zeit wenig.
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8.) Du betreibst deinen Blog kommerziell. Wie viele Euro nimmst du im Schnitt hierbei pro Monat ein?
Von kommerziell kann man eigentlich noch nicht wirklich sprechen. Der Blog ist noch im Aufbau. Zur Zeit decken die Einnahmen die Kosten.
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9.) Gibt es viele starke Blogs in deiner Blog-Nische? Besteht da ein Miteinander oder ein Konkurrenz-Kampf?
Je nach dem wie weit man die Nische fasst, gibt es im Ausbildungsbereich einige starke Blogs. Im Bereich Mathematik beispielsweise tut sich einiges.

Der stärkste Blog im Bereich Mathematik ist der Blog von Olaf Hinrichsen, Oberprima.com mit über einer Mio. PI/Monat.

Mit Olaf habe ich neulich ein interessantes „E-Learning 2.0 Experiment“ gestartet. Wir haben gemeinsam auf unseren Blogs eine Aufgabe aus der Elektrotechnik bearbeitet.

Ich habe die Aufgabe gestellt und in einem Video die elektrotechnischen Hintergründe erläutert und Olaf dann die Aufgabe geschickt. Er hat die Aufgabe dann auf Oberprima.com in einem Video vorgerechnet. Daraufhin habe ich dann seine Ergebnisse genommen, interpretiert und ihm eine aufbauende Aufgabe geschickt, usw. ….

Der Staffelstab ging ein paar Mal hin und her – E-Learning 2.0 ;-).
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10.) Du bloggst auch über Roboter und ich habe selbst mal jahrelang auf einem gearbeitet. Wie stehst du zu der Thematik…
Werden Roboter für Firmen immer mehr von Interesse sein?
Man kann sich ja mittlerweile schon selbst seinen eigenen Roboter spielend einfach, via Baukastensystem zusammenbasteln. Hast du hierbei schon Erfahrung gesammelt und falls ja, welche?
Roboter sind für die Schule faszinierend. Angefangen von Baukästen für die erste Motivation, über einfache selbstentwickelte Linienfolger (Videos: http://et-tutorials.de/704/linientreue-roboter-gesucht/) bis hin zu komplexen Entwicklungen für sehr Fortgeschrittene ist für jeden etwas dabei. Zum Lernen und für die Motivation, sich mit Technik zu beschäftigen, ideal.

Wenn Du nach den wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Auswirkungen fragst: Wenn wir in Europa weiterhin produzieren wollen, geht das nur mit dem Einsatz von Automatisierungstechnik und Robotern.
Hierzu gibt es in Europa keine Alternative.
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11.) Du bist Lehrer. Wie bist du zu diesem Beruf gestoßen? Macht dir die Arbeit Spass?
Als Lehrer hat man es ja sehr schön? Viel Urlaub. :-)
Darum hast wohl auch genug Zeit für deinen Blog? :-)
Hui, einer meiner Stammleser ist Lehrer. Nicht schlecht. hehe
Vor meinem derzeitigen Beruf als Lehrer war ich 10 Jahre lang als Ingenieur vorwiegend in der Telekommunikationsbranche unterwegs. Seit 7 Jahren bin ich Lehrer, kenne also beide Seiten.
Die Entscheidung Lehrer zu werden habe ich nicht bereut. Im Gegenteil – die Arbeit mit Jugendlichen/jungen Erwachsenen macht viel Spaß.

Das mit dem Urlaub sieht von außen doch etwas rosiger aus, als es wirklich ist. Wenn Du den Job als engagiert machst, und nur dann macht er auch Spaß und ist nicht nur ein Job, hast Du auch nicht mehr Freizeit als bei einem normalen, ähnlich bezahlten Job in der Industrie.
Der Lehrerberuf ist aber Saisongeschäft – neben den arbeitsreichen Phasen gibt es bekannterweise auch viel Ferien ;-)

Interessant zu sehen, dass Dir der Beruf Lehrer noch so viel Respekt einflößt ;-)
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12.) Betreibst du sonst noch andere Blogs oder Webauftritte oder hast du vor, welche zukünftig zu erstellen?
Zunächst einmal werde ich mit ET-Tutorials.de sehr viel zu tun haben, so dass für weitere ähnlich große Projekte keine Zeit haben werde. Obwohl ich genügend Ideen hätte …
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13.) Was könnte ich an http://blogger-antworten.com verbessern? :-)
Einen Bereich „Letzte Kommentare“ finde ich persönlich bei Blogs interessant. Dies könnte auch eine Bereicherung für Deinen Blog sein.

Du hast mittlerweile sehr viele Blogs vorgestellt. Eine Kategorisierung könnte Deinen Besuchern helfen, Blogs einer bestimmten Nische zu finden. Du könntest so eine interessante Anlaufstelle für Blogger, Werbetreibende, … sein, die sich darüber informieren möchten, wer ein bestimmtes Thema bedient.
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14.) Danke dir für das Interview und bis bald. :-)
Dir auch vielen Dank und weiterhin viel Erfolg mit Deinem Blog!
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Was habe ich aus dem Interview gelernt?
Wieder einmal hat mir ein Blogger welchen ich interviewt habe vorgeschlagen, dass ich meine Interiew-Artikel kategorisieren sollte. Das wird auch noch fix in die Tat umgesetzt. Gut Ding hat eben Weile. :-)
So einen Lehrer hätte ich auch gerne gehabt. So macht lernen Spass. ;-)
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Mein Tipp
Bloggende Lehrer sind toll. Es sollte mehr davon geben. Tut es auch. :-)

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Über den Autor

Blogger, Webdesigner, SEO und dem Bereich Online Marketing an sich sehr angetan. Wir leben in einer Zeit, in welcher wir Zeugen werden, welche immensen Ausmaße das Internet annimmt und der Hype ist noch lange nicht vorbei. :-)

Kommentare 4

  1. Pingback

  2. Hey Wolfgang,

    danke dir. Kann eh sein, dass es an mir liegt. Muß da noch vieles erledigen. :-)
    Habe zur Zeit alle Hände voll zu tun, mit dem Alma Alp-Blog.

  3. Wolfgang says:

    Hallo Robert,
    heute hätte eigentlich ein Pingback bei Dir ankommen müssen:
    http://et-tutorials.de/2384/berichte-uber-et-tutorials-im-www/
    Ich werde dieses WordPress nie verstehen …

  4. Gerne geschehen. War mir eine Ehre, Herr Lehrer. :-)

  5. Wolfgang says:

    Vielen Dank, Robert, für das tolle Interview.

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