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Interview mit Land-der-Erfinder.de

Es ist mir eine spezielle Ehre, in diesem Interview einen Guru im Bereich der Erfindungen zu präsentieren. In diesem Interview steht wohl einer der größten Korefäen im deutschsprachigem Raum, Rede und Antwort. Dies ist zumindest meine Ansicht. Nun genug der vielen Worte. Überzeugt euch selbst. :-)

 

Hey Gerhard, du bist der Inhaber von http://land-der-erfinder.de und der
Erfinder vom Tag der Erfinder,
http://tag-der-erfinder.de?
Wie im Impressum deines Blogs zu sehen ist, betreibst du diesen nicht
alleine. Wer übernimmt hierbei welche Aufgaben?
Hallo Robert. Das Impressum trügt. Ich schreibe auf land-der-erfinder.de
wirklich alleine. Aber es gibt noch eine Version auf land-der-erfinder.at
und auf land-der-erfinder.ch wo meine Kollegen schreiben. Gemeinsam ist das dann sowas wie ein länderübergreifendes Magazin. Wir haben alle drei gleich begonnen (Bloggeranfänger) und sind schon gespannt wie uns unterschiedliche Kontakte und nationale Eigenheiten prägen werden. Und ganz ehrlich spornt dieser Wettbewerb auch an gute Inhalte zu schaffen und damit viele Leser zu bekommen. Hilfe die wir bekommen sind die Mitarbeiter unserer Erfinderberatung die wir angehalten haben uns auf Medienberichte, Blogeinträge usw. aufmerksam zu machen.
Das Design von deinem Blog wirkt eher schlicht und einfach, aber dennoch
gut. Der Header an sich gefällt sehr gut. Wie entstand das Design an sich?
Hast du dir zuerst alles aufgezeichnet, mit Bleistift und Papier?
Die Schlichtheit entstand wieder aus der Dreifaltigkeit unseres Projektes.
Wir wollten so schlank wie möglich starten um jedem im Laufe der Zeit Platz
für eine eigene Entwicklung zu geben. Die Header hat mir ein Bekannter
gemacht.
Wie entstand das Projekt eigentlich an sich und was hat es mit dem Tag der
Erfinder auf sich?
Das Projekt entstand direkt aus unserem Job. Wir arbeiten alle drei als
Erfinderberater und ich merke immer wenn ich mich wo vorstelle, dass das auf großes Interesse stößt. Gleichzeitig kommt auch immer die Frage: “Aber wird denn überhaupt noch etwas erfunden?” Ich finde das witzig, weil in
Wirklichkeit nie mehr erfunden wurde als heute. Es ist nur so, dass man eine gute Erfindung erst in der Zukunft als solche erkennt. Irgendwann kam dann mal die (nicht besonders durchdachte) Aussage von mir, dass ich täglich eine Erfindung nennen könnte. Und man hat mich darauf festgenagelt.
Der Tag der Erfinder entstand ebenfalls aus dem Bedürfnis heraus den
Nichterfindern unter uns klar zu machen, dass es Erfinder gibt. Wir haben
alles Erfindern zu verdanken und haben es ihnen meist mit Spott bezahlt,
während Feldherren und Monarchen Statuen auf großen Plätzen haben. Damit das Bild des Erfinders welches mit Doc Brown im Film Zurück in die Zukunft gezeichnet wird entschärft wird haben wir uns als Vorzeigeerfinder eine hübsche Erfinderin ausgesucht und die Wahl ist auf Hedy Lamarr gefallen. So wurde ihr Geburtstag zum Tag der Erfinder.
Deine Artikel werden allesamt durch Fotos untermauert. Hast du diese alle
selbst geknipst oder von woher beziehst du sie?
Das ist nicht so schwierig, da ich auf etliche Erfinder zugreifen kann, die
mit mir in Kontakt stehen und mir Bilder schicken oder mir gestatten deren
Bilder aus ihrem Patent-net Profil zu verwenden. Bei wenigen anderen habe
ich sie aus Presseverzeichnissen.
Jeden Tag eine neue tolle Erfindung zu Bloggen. Ich stelle mir das sehr
kompliziert vor. Ich verfolge die Erfinder Szene schon des längeren und da
gab es zuvor auch schon einige Blogs, die jedoch alle an Inkativität
scheiterten. Deiner gefällt mir jedoch mit Abstand am besten. Wie kannst
du mein bisher gewonnenes Vertrauen in dich, zum Ausdruck bringen? :-)
Ja ich stelle mir das auf Dauer auch kompliziert vor. :-) Ich habe im
Vergleich zu anderen Bloggern die über Erfindungen berichten einen riesigen Vorteil. Ich berate Erfinder seit über 10 Jahren. Das ergibt einige tausend Gespräche mit Erfindern und dementsprechende Kontakte. Dazu betreibe ich noch einen Marktplatz für Erfindungen
www.patent-net.de. Alleine dort kommen täglich neue Erfindungen dazu. Das schwierigste ist die Zeit zum Schreiben zu finden. Mein Entwurfsordner ist voll und ich bin überzeugt die tägliche Lieferung noch eine Zeit lang durchzuhalten.Wie viele Besucher hat dein Blog bisher eigentlich im Schnitt und hast du
vor, Werbung zu schalten, wenn er einmal stark frequentiert?
Ich habe vor einem Monat begonnen und bin derzeit auf 90 – 100 unique
Visitors am Tag und damit ganz zufrieden. Die Steigerungsraten sind gut und ich habe das Ziel im Dezember 5000 zu erreichen. Frag mich dann und ich werde Dir gerne sagen ob ich es geschafft habe. Werbung möchte ich nicht schalten, abgesehen von Werbung für meine eigenen anderen Seiten. Bezahlte Werbung ist eine Entschädigung dafür, dass ein Leser die Seite verlässt.Wenn er das tut, dann bitte wenigstens zu einer meiner anderen Seiten. Dort ist er als Erfinder sowieso besser aufgehoben als auf irgendeiner Seite die mir 50 Cent zahlt damit ich meinen Leser gehen lasse.
Du bist auf gut Deutsch der Mann der Erfindungen im deutschsprachigem
Raum?
Wenn ich also sagen wir, eine Erfindung gemacht hätte, es jedoch an der
Umsetzung scheitert, könnte ich mit dir Kontakt aufnehmen? Du würdest dies dann eventuell zusammen basteln und mithelfen beim vermarkten?
Oder liegt dies nicht in deinem Aufgabengebiet?
Marijan Jordan und ich gehören sicher zu den Pionieren in unserer Branche.
Es gibt aber noch ein paar andere die ähnliche Sachen anbieten. Ein
kostenloses Erstgespräch mit einem von uns kann Dir auf jeden Fall helfen
die häufigsten Anfängerfehler zu vermeiden. Unser Hauptaugenmerk liegt dabei in der Verwertung. Patentanmeldung, 3D Zeichnungen, Filme,… machen wir nicht selbst, aber wir haben überall jemand.
Die Pizzaschere finde ich echt toll. Ich weiß nur nicht, von woher ich
diese bekommen könnte. Wäre es nicht klüger, wenn du bei jedem Artikel
genauestens hinzu fügst, wo man diese Erfindung ergattern kann? :-)
Ich werde es in Zukunft machen. Was kann ich da anderes sagen als Danke für den Tipp. Und die Pizzaschere kann ich wirklich nur jedem empfehlen. Der Erfinder ist übrigens kein Kunde oder Bekannter von mir, ich verwende sie nur selbst gerne und bin vom Produkt überzeugt.Kann man mit Erfindungen eigentlich noch reich werden im deutschsprachigem Raum? Wie funktioniert da der Ablauf in etwa? Ich denke, sowas würde viele Leser interessieren. Also von der Idee, zum Fertigprodukt im Aldi-Regal. :-)
Wow, die Megafrage. Ja man kann, auch wenn statistisch die Chance größer ist mit einer Erfindung arm zu werden. Wenn Du nicht ein gewisses
Investitionskapital hast, lass es bleiben. Die beste Idee der Welt kann man
nicht für umsonst umsetzen. Unsere Arbeit kostet kaum unter 2000 (je nach
Branche und Art der Erfindung auch drüber) der Patentanwalt, Patentgebühren, Reisen, Messen,… – Das muss einem zu Beginn klar sein, damit nicht unterwegs die Luft ausgeht.
Erfinden ist nicht nur der Akt wo man irgendeine Idee hat. Man muss aus den vielen Ideen die man hat die wirkliche Erfindung raus filtern. Nicht
herumerzählen! Alles aufschreiben und dokumentieren. Danach zu einem Berater wie uns gehen und/oder einem Patentanwalt. Wer zum Patentanwalt geht wird als nächsten Schritt ein Patent oder Gebrauchsmuster anmelden. Wer zuerst zu uns kommt wird zuerst eine Marktüberprüfung bekommen, ob die Erfindung überhaupt Sinn macht. Manche Erfindungen haben eine zu kleine Zielgruppe, sind zu teuer in der Fertigung, rechtlich nicht erlaubt oder einfach nicht wirklich neu.

Wir recherchieren jede Idee wochenlang um sicher zu gehen, dass sie neu ist.
Sonst wäre jeder Handgriff danach verschwendete Zeit. Wenn wir wissen, dass die Idee neu und machbar ist, erledigen wir ab da alle Arbeiten gegen
Beteiligung an der Erfindung!

Wenn sie dann neu ist und geschützt, macht man Unterlagen um sie
Interessenten zu präsentieren. In der heutigen Zeit auch ein Profil auf
patent-net.de oder der internationalen Version inpama.com (in 2 Wochen
online)

In der Recherche hat man oft schon die ganzen potentiellen Partner gefunden, die man jetzt nur noch kontaktieren muss und von der Erfindung überzeugen.
(Der größte Fehler ist zu glauben man könnte hier anfangen ohne die
Vorarbeiten gemacht zu haben.)

Auf dem Weg gibt es natürlich etliche Gefahren. Die Ziele stecken oft
unrealistisch hoch. Das Fertigprodukt bei Aldi oder Obi will jeder. Dort
kommt man aber nur hin wenn man viele Risiken eingeht. Dazu muss man große Mengen vorfinanzieren und herstellen. Da ist es besser man testet das ganze erst Mal aus. Wir machen dafür gerade einen eigenen Erfinderladen hier in
Berlin auf. (Lychenerstrasse 8, Nähe U-Eberswalderstr.) Darin soll es nur
Produkte geben die es noch nicht bis auf den Markt geschafft haben. Mit
diesen Testmarktresultaten ist es schon viel leichter einen Großen zu
überzeugen und das Risiko abzuschätzen. Damit kann ich dann endgültig jedem Erfinder mit einer guten Idee garantieren, dass er bis zum Endkunden kommt.
Da bin ich jetzt ein bisschen stolz, weil es so etwas noch nicht gab.
Welche Möglichkeiten gibt es, mit seinen Erfindungen Erfolg zu haben?
Selbst vermarkten, mit großen Ketten Kontakt aufnehmen, patentieren lassen so und so? Nur das kostet dann ja auch wieder immens viel, so ein
Patent-Anwalt?
No Risk no Fun! Erfinder ist man nur am Anfang. Dann muss man die
Transformation zum Unternehmer machen. Oder man lässt alles Leuten wie uns tun, aber das ist dann nicht billig. Die unverkaufte Idee ist fast wertlos.
Nur durch die richtige Handhabe wird ein Erfolg daraus. Wie Pinsel und
Farben, die durch die richtige Handhabe zu einem Meisterwerk oder einer
verschwendeten Leinwand werden können.
Ich habe einen kleinen 25 Seiten Guide geschrieben, wie man selbst
verwertet. Den kann sich jeder Erfinder der sich auf patent-net.de kostenlos
anmeldet herunterladen. Sonst sprenge ich hier Deinen Blog.
Nun habe ich ganz vergessen zu fragen, was du eigentlich den ganzen lieben Tag so machst. Lebst du hauptberuflich von den Erfindungen? Bist du selbst Erfinder? Oder ist das alles nur ein großes Hobby von dir? :-)
Ich glaube daran, dass man sich im Leben eine Arbeit suchen sollte die man
lieber macht als alles andere, weil man darin dann besser sein wird als alle
anderen. Ich mache es mit Freude aber nicht nur zum Spaß. Ich habe mein
Wissen und kann dem Erfinder davor bewahren seine Erfindung unwissentlich in den Sand zu setzen. Dieses Wissen verkaufe ich und davon lebe ich hauptberuflich.
Also morgens schreibe ich mal meinen Blogeintrag wenn ich ihn nicht abends vorbereitet habe und nur noch freischalten muss. Dann verbringe ich die meiste Zeit mit dem Verfassen von Rechercheberichten für Kunden und Besprechungen über neue Erfindungen die uns vorgestellt werden. Das ganze wird aufgelockert durch Gespräche mit (mal mehr mal weniger interessierten)
Lizenznehmern, Herstellern und Einkäufern. Es wird auf jeden Fall nie
langweilig.
Danke für das Interview. Es hat mir echt Spaß gemacht. Im
deutschsprachigem Raum gibt es einfach nur immens wenig, in punkto
Erfindungen. Bis auf ein halbwegs großes Erfinder-Forum kenne ich
eigentlich kaum etwas, außer deinen 2 Webauftritten, welche Potential
haben.
Vor einigen Monaten habe ich ja bei Gladnotsad.com einmal einen Artikel
über deine Webseite, den Tag der Erfinder erstellt. Lustig, wie man sich
dann wieder begegnet. :-)
Bis bald!
Und Deinen Artikel über den Tag der Erfinder habe ich zufällig entdeckt weil
wir irgendwo beide denselben Eintrag kommentiert haben. Das ist das schöne am Bloggen. Danke für die Gelegenheit hier etwas über die Erfinderszene plaudern zu dürfen.
Bis bald!

Gerhard

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Über den Autor

Blogger, Webdesigner, SEO und dem Bereich Online Marketing an sich sehr angetan. Wir leben in einer Zeit, in welcher wir Zeugen werden, welche immensen Ausmaße das Internet annimmt und der Hype ist noch lange nicht vorbei. :-)

Kommentare 8

  1. admin says:

    Danke, habe mir auch Mühe gegeben. :-)

    Da ich mich selbst für die Materie interessiere, hat mir das Interview noch mehr Spass bereitet. :-)

  2. Jordan says:

    Hallo Robert,

    Freut mich. Wirklich ein gelungenes Interview welches Du meinem Kollegen da rausgekitzelt hast :-)

    Grüße
    Jordan

  3. Pingback

  4. Pingback

  5. admin says:

    Nun sieht das ganze sehr gut leserlich aus, wie ich meine. :-)

  6. Christian aka chrigul says:

    admin :
    yeah, hinbekommen. Thx Chrigul ))

    Bitte :D

  7. admin says:

    yeah, hinbekommen. Thx Chrigul :-)))

  8. admin says:

    So, nun habe ich es so gut hinbekommen, wie nur möglich. Ich weiß immer noch nicht genau woran es liegt, dass der Text einmal so und einmal so aussieht. Ich werde es jedoch nun so belassen. Sieht denke ich recht gut leserlich aus und stört ja auch keinen hoffe ich.

    Habe alle Fragen und Antworten auf Word Pad kopiert und mit dem Symbol bei WordPress mir dieses mit STRG und V reingeladen. Aber dieses mal funktionierte das nicht.
    Vielleicht einfach ein Bug.

    Mal gucken, welche Lösung da die beste wäre, solche Fehler zu vermeiden.
    Alles selber schreiben…
    Aber da würde dann schnell die Lust vergehen. :-)

    Naja, wird sich schon was finden…

    Sorry an dieser Stelle, dass dieses Interview nicht wirklich professionell wirkt. Ich bin normal immer engagiert, das bestmögliche aus allem rauszuholen. :-)

  9. admin says:

    Guck mir das ganze noch einmal in ein paar Stunden an. Ansonst schreibe ich einfach alles von Hand ab. :-)
    Wird wohl einfach ein Bug sein.

  10. admin says:

    Irgendwie zum durchdrehen. Nun habe ich satte 2 Stunden lang daran gearbeitet, dass die Absätze passen, aber irgendwie funktioniert das heute überhaupt nicht. Hatte damit sonst noch nie im geringsten ein Problem. Keine Ahnung woran das liegt. Ich hoffe, man möge mir verzeihen. Liest sich nun leider nicht so toll, ich weiß. Aber dennoch ein sehr interessantes Interview.

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