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Interview mit http://broken-spirit.de

Ein Musiker plauder aus dem Nähkästchen. Ein sehr intensives Interview wie ich empfinde. Viel Spass beim lesen. :-)

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1.) Hey, du betreibst den Blog http://www.broken-spirit.de. So, nun gehts an`s eingemachte. :-)
Erzähle uns doch bitte ein wenig über deine Person. Was macht dich als Mensch aus?
Hauptberuflich Musiker möchtest werden, hat mir ein Vögelchen gezwitschert und ne nicht bei Twitter. :-)
Auf diese Frage suche ich schon seit 35 Jahren eine Antwort… *fg* Was einigermaßen sicher ist: ich bin kreativ ;-)

Das mit dem hauptberuflichen Musiker ist so eine Sache. Bis jetzt ist die Musik ja nur ein Hobby (welches ich aber recht intensiv betreibe) und mit dem Hobby-zum-Beruf-machen habe ich mich schon mal ganz gut in die Nesseln gesetzt. Nicht, daß mir mein Job keinen Spaß machen würde (das Gegenteil ist definitiv der Fall) aber das ganze Arbeitsleben an sich geht mir mittlerweile ziemlich auf den Keks. Vielleicht ist ja mal ne Halbtagsstelle im erlenten Beruf möglich und mit der Musik eine “Gehaltsaufbesserng” – aber das ist heutzutage schon sehr viel…
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2.) Wenn ich mir deinen Blog so angucke, auf den ersten Blick muß ich schon sagen, dass du schon sehr viele Artikel verfasst hast. Respekt und Hut ab. :-)
Wie lange betreibst du
http://www.broken-spirit.de denn schon und wie fing alles an und wie bist du auf die Idee gekommen, solch einen Blog zu erstellen?
Da mußte ich erst einmal selber gucken ;-) Der älteste Artikel ist vom 24.10.2008. Das war damals noch zu myblog-Zeiten und das erste “richtige” Blog.
Zuvor (ab ~ 2001) hatte ich das, was man damals “täglich aktualisierte Webseite” nannte und die Artikel wurden im html-Quältext eingepfriemelt. Allerdings nicht von mir, ich hatte zu dieser Zeit kein Internet. Deshalb rief ich immer einen Bekannten an und diktierte den neuen Text. Sehr oft  verquatschten wir aber einen Großteil des Abends, so daß viele Einträge verspätet oder gar nicht erschienen. Diese täglich aktualisierte Webseite war also rein theoretischer Natur… (die Telefonrechnungen hingegen waren… ja, lassen wir das :-P )
Ab Oktober 2008 war ich dann bei myblog angemeldet, wechselte im Mai 2009 zu wordpress.com und im Januar diesen Jahres auf den eigenen Webspace. Letztenendes ist das Blog die Weiterentwicklung meiner Webseite und hat eigentlich schon lange nichts mehr damit zu tun ;-)
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3.) Da zwitschern die Kangaroos, wenn ich mir deinen Header so ansehe. Hui, nun wirf ich schon mit Sprüchen herum, so wie es Dieter Bohlen macht. Ohje. :-)
Hast du den Header selbst erstellt oder ihn dir anfertigen lassen? So einen stylischen Header habe ich bisher nur ganz selten gesehen. Ich würde nur den oberen Teil des Headers (schwarzer Hintergrund) auch mit der Hauptseite verlinken. So fällt es Laien einfacher, wieder auf die Startseite zu gelangen.
Danke :-)
Die Verwendung eines Verstärkertopteils für meinen Blogtopteil war eigentlich naheliegend…. so stand dann auch mein Röhrenverstärker Modell für meinen Header.
Eigentlich keine große Sache: ein paar Fotos (wegen der Perspektive) und kleine Änderungen (hauptsächlich farblich) wegen der Blogtauglichkeit. Nur einen Font zu finden, der dem Marshall-Schriftzug möglichst nahe kommt, war nicht ganz einfach.
Der Header ist derzeit eine meiner Baustellen – insbesondere die Buttons zu den Unterseiten, für die mir nichts Vernünftiges einfällt. Ich befürchte, daß dies doch für etwas Verwirrung sorgt, so ganz ohne aussagekräftige Beschriftung.
Die großflächige Verlinkung auf die Hauptseite ist auch noch geplant. Allerdings waren bisher andere Sachen wichtiger – vor allem unter der Haube, also den Teil des Blogs den man nicht sieht. Da als “Frischling” die benötigten (und r/wichtigen) PlugIns zu finden war, schon recht zeitintensiv.
Bezüglich des Headers wird sich demnächst also noch etwas tun ;-)
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4.) Soso, du bist also Musiker? lalala? :-) Um welche Musikrichtung handelt es sich hierbei und beherrschst du Instrumente? Kennt man ja von DSDS. Da gibts auch viele Musiker, die nicht einmal Noten lesen können. :-) Obwohl, wenn man gut singen kann, sollte es daran wohl nicht scheitern. :-)
Meine Musik ist eher klassisch beeinflußt, mit einigen Anleihen von Pink Floyd – wobei ich eigentlich versuche, von Letzterem wegzukommen. Ich bevorzuge doch die eigene Ecke;-)
Grundsätzlich experimentiere ich gerne herum, was sich auch auf die “Klangquellen” auswirkt. Mein Schlagzeug ist definitiv nicht “von der Stange” aber auch an den anderen Instrumenten schraube ich öfters mal rum, um denen neue Klänge zu entlocken.
Für einen ersten Eindruck: Seit einiger Zeit habe ich in die Sidebar auch einen Player reingebastelt, dessen Playlist ich von Zeit zu Zeit aktualisiere.

Notenlesen kann ich, auch der Quintenzirkel, die Kirchentonleitern und andere Musiktheorie sind keine Fremdwörter – auch wenn ich sehr gerne versuche, diese Regeln außer Kraft zu setzen; Dur-Akkorde mag ich zum Beispiel überhaupt nicht, deshalb vermeide ich diese auch, wann immer es möglich ist ;-)

Auch wenn es “cool” klingt, keine Noten lesen zu können, so geht doch ganz ohne gar nichts mehr. Zumindest im Violinschlüssel solte man  einigermaßen sicher sein, Baßschlüssel und Co. wenigestens herleiten können – schließlich ist das die “Schrift” in der Musik und gerade wenn ich irgendeine Vorstellung davon habe, wie z.B. die Baßline klingen soll, wollen <strike>viele</strike> alle Gastmusiker eine mehr oder weniger ausgeschriebene Baßline haben. Ist ja auch sinnvoll, wenn sie sich schon vor der Aufnahme vorbereiten können. Hier im Proberaum ist die Zeit, in der man ungestört aufnehmen kann sehr knapp (die Nachbarn…) und es ist schlicht keine Zeit dafür da, das alles während der Aufnahme zu erarbeiten.

Zu den Instrumenten kann ich nur sagen, daß ich zwar auf allen “irgendwie” klar komme, oft beherrschen aber die Instrumente mich – einfach mal so ein Riff aus dem Ärmel schütteln klappt (mit Ausnahme der Gitarre, die mein Hauptinstrument ist) in den seltensten Fällen – es geht viel Zeit drauf, um eine brauchbare Aufnahme hinzubekommen. Das ist eben der Nachteil, wenn man fast alles selber macht. Dafür habe ich aber die Freiheit, tun und lassen zu können, wonach mir gerade der Sinn steht – ohne mit Bandkollegen Grundsatzdiskussionen zu führen und darf dann Gastmusiker verschleißen *fg*
Aber ich sehe mich mittlerweile sowieso eher als Komponist ;-)

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5.) Also ich singe nicht einmal beim Duschen. Das würde mein Gehör bestimmt nicht aushalten. Wie bist du zur Musik gestoßen und was möchtest du hierbei erreichen?
Singen kann ich ja auch überhaupt nicht – was zu vielen Instrumentalstücken führt(e). Mittlerweile habe ich aber einen kleinen Pool an Gastsänger(innen), so daß die Instrumentalparts weniger werden.
Musikalisch war ich ein richtiger Spätzünder, ich habe erst mit 21 angefangen (wenn man von Blockflötenunterricht während der Schulzeit absieht). Witzigerweise hat mich das Musikmachen selber sehr lange überhaupt nicht interessiert – Musikunterricht habe ich in der Schule gehasst wie die Pest und war auch dementsprechend schlecht. Wie das auf einmal gekommen ist, weiß ich nicht. Ich wollte halt plötzlich aus heiterem Himmel eine E-Gitarre. So wirklich von heute auf morgen. Keine Ahnung, was mir damals  auf den Hinterkopf gefallen ist.
Der Rest hat sich dann mehr oder weniger ergeben (ok, ich habe schon etwas “nachgeholfen”) – erste Bands, die aber alle nicht lange bestanden und so ging das weiter bis heute. Es wurde einfach immer mehr und wo es aufhört, weiß ich nicht.

Da ich eher Nischenmusik mache (was anderes möchte ich auch nicht), ist ein Nummer-Eins-Hit unwahrscheinlich – realistisch betrachtet. Wofür ich mich aber sehr interessiere ist Filmmusik (vorzugsweise Psychothriller oder Horrorfilme – das paßt wohl auch am Besten ;-) ) – mal schauen, was diesbezüglich die Zukunft bringt.
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6.) Es ist bestimmt nicht einfach, sich als Musiker zu behaupten und um davon zu leben.
Hast du schon versucht, dich in dieser Materie zu behaupten? Was hast du schon alles unternommen, um als Musiker anerkannt zu werden oder kommt der große Clou erst noch? :-)
Dauerhaft von der Musik zu leben ist wohl fast unmöglich – ich wäre schonmal froh, wenn ich es in absehbarer Zeit schaffe, kostendeckend zu arbeiten. Versucht habe ich es einmal – der Anfang lief auch recht gut. Dann bin ich aber erfolgreich gescheitert und hatte am Ende nicht mal eine Wohnung und die Beziehung war auch am A….
Der Proberaum hat diese Zeit aber immerhin unbeschadet überstanden.
Vermissen oder bereuen tue ich nichts – auch verlieren will schließlich gelernt sein und ich habe in dieser Zeit einige (Lebens-)Erfahrungen sammeln können.
Aber wiederholen möchte ich diese Zeit trotzdem nicht und so gehe ich arbeiten – ein ganz normales und “musikeruntypisches” Spießerleben also und solange darf man auf den großen Clou noch warten. Einige Ideen habe ich aber schon ;-)
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7.) Wie stehts denn um deine unique visits/Seitenaufrufe und um deinen Traffic? Was tut sich das so?
Ich bin ja ein bloggender Musiker und kein Blogger, der Musik macht – wenn ich jetzt also ein Konzert planen sollte und dies anhand meiner Statistiken…. nun, eine Location, in der 50 – 100 Leute Platz haben, wäre ein realistischer Anfang – vorausgesetzt alle Leser wollen die Musik hören und kommen aus dem gesamten deutschsprachigen Raum zu diesem Konzert angereist ;-)

Hm, im Ernst – keine Ahnung. In den letzten 24 Stunden hatte ich etwas mehr als 300 Unique Visits und ca. 600 Seitenaufrufe. Wenn ich mein Surfverhalten beobachte, dann kann man diese Zahl durchaus halbieren – eben weil die Leute nicht nur von zu Hause aus Blogs lesen, sondern auch von der Arbeit ;-)
Es schwankt sehr stark – meine Statistiken sehen aus wie der Himalaya <strike>nur nicht so hoch</strike>… ich glaube ich hab einige wöchentliche Leser und die kommen alle am gleichen Tag.
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8.) Was betreibst du, um deinen Blog bekannter zu machen? Hast du Tipps parat?
Am Anfang hatte ich so eine Phase, in der ich mich recht viel mit dieser Thematik auseinandergesetzt habe. Mit der Zeit ließ dies nach.
Ich blogge einfach so just vor fun.

Gerade von diesem SEO-Krams halte ich nicht viel. Ich sage nur “gute Blognachbarschaft” und so’n Mist. Eine gute Auffindbarkeit einzelner Artikel in den Suchmaschinen hat sich eigentlich eher zufällig ergeben – einige Leser haben ab und zu mal  eine Frage gestellt, die ich in einem Blogartikel beantwortet habe und offenbar scheinen sich da noch mehr für diese Antworten zu interessieren. Auf Google bin ich damit jedenfalls recht gut plaziert, aber ich habe nichts gemacht. Ehrlich!! :-)

Ich habe mir das  SEO All in One Plugin installiert und manchmal nutze ich das auch. Ansonsten ist mein Blog mit Twitter gekoppelt und meine Tweets werden auch in anderen Socialmedia angezeigt – naja, da kommt dann einiges zusammen ;-)
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9.) Linkgeiz ist ein Thema, welches unter Bloggern immer wieder heiß debattiert wird. Wie stehst du dazu? Kann ich mit einem Backlink von dir rechnen, wegen unserem Interview? :-)
Linkgeiz ist für mich ein rotes Tuch. Bei mir ist (sofern ich im Quältext alles richtig gemacht habe, auf dieses PlugIn habe ich verzichtet) alles nofollow-free, ist doch Ehrensache ;-)
Was mich auch immer wieder mal stört ist die fehlende Verlinkung in den Artikeln selber – also wenn ich ein interessantes Thema finde, und es gibt keine Quellenangaben oder (was auch immer sehr interessant ist) weiterführende Links zu diesem Thema. Als Artikelverfasser hat man doch eher den Überblick, welche Links inhaltlich hochwertig sind, als der Leser, der über ein Thema vielleicht das erste Mal liest und über eine Googelsuche erstmal den Blödsinn vom Richtigen auseinanderwursteln kann/soll/muß….

Und klar: einen Backlink gibt es, keine Sorge ;-)
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10.) Wie gefällt dir eigentlich http://blogger-antworten.com?
Was könnte ich besser machen?
Es ist Dein Blog, also mach was Du willst – ich glaube, es steht mir nicht zu, die Blogs von anderen Leuten zu kritisieren ;-)

Ich kenne Deinen Blog noch nicht allzulange und ich stöbere da seit dem “Erstkontakt” immer wieder rum und finde die Antworten der interviewten Blogger interessant und manchmal auch überraschend. Es ist auf jeden Fall eine interessante Sammlung von Einträgen, die zeigt, wie die Blogger so im Oberstübchen ticken ;-)

Und natürlich lernt man auch das ein oder andere neue Blog kennen – das macht mir persönlich am meisten Spaß. Man könnte also sagen, ich mißbrauche Dich in erster Linie als “Linkschleuder” ;-)

Eine Ausbau-Idee hätte ich allerdings. Es wäre vielleicht ganz interessant, auch mal über den deutschsprachigen Tellerrand hinauszuschauen. Als Skandinavienfan bewege ich mich auch in dieser Blogosphäre bzw. treibe dort mein Unwesen und dort läuft einiges anders als hier im deutschsprachigen Raum – insbesondere was das kommentieren betrifft. Die Kommunikation untereinander scheint da zu sein, ist aber für Außenstehende nicht ganz nachvollziehbar, da sich diese über mehrere Blogs in den Kommentaren und Einträgen bunt gemischt zu verteilen scheint…hm, keine Ahnung, ich bin da selber noch nicht ganz durchgestiegen :-P

Aber wie gesagt, das ist weniger ein Verbesserungsvorschlag sondern eher eine Ausbaumöglichkeit und natürlich auch abhängig von Deiner Zeit, die Du in Deinen Blog investieren möchtest oder kannst – ich sag nur Sprachbarrieren und/ oder Übersetzungen ;-)
Klar is mein Blog, aber er ist eben großteils für die Leser und ein paar interessante Tipps habe ich ja schon bekommen. :-)
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11.) Danke für deine Zeit. :-)
Gern geschehen, das hat alles länger gedauert als geplant… ich habe derzeit auch recht viel um die Ohren. Man merkt es an meiner Blogeintragdichte, die ist derzeit etwas runtergefahren. Aber das kommt wieder – ganz sicher :-)

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Über den Autor

Blogger, Webdesigner, SEO und dem Bereich Online Marketing an sich sehr angetan. Wir leben in einer Zeit, in welcher wir Zeugen werden, welche immensen Ausmaße das Internet annimmt und der Hype ist noch lange nicht vorbei. :-)

Kommentare 2

  1. Meinst nun meinen oder den vom Kollegen? Beides ok. :-)

  2. Lisa says:

    Sehr schönes, vorallem langes Interview
    Werd mir den Blog dann gleich mal genauer anschauen ^^

  3. Pingback

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