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Im Interview mit René Hornig “beim Suchwort Webdesigner auf Rank 2 bei Google.de” :-)

Name: René Hornig
Alter: … mit jedem Jahr ein Stückchen älter ;-)
Wohnort: Berlin
Beruf: hauptberuflicher Pixelschubser
Interessen: alles rund um’s Web, vorranig, wie sollte es anders sein Webdesign und SEO
Portfolie:
Deine bisherigen Meisterwerke: findet man auf meiner Website
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1.) Hallo René, Inhaber von http://www.renehornig.com.
Wenn ich bei Google.de das Keyword “Webdesigner” eingebe, bist du nach den zur Zeit 3 Adwords Anzeigen, am zweiten Platz, hinter Wikipedia gerankt. Respekt.
Wie hast du dies vollbracht und wie viele Besucher erhältst du wohl im Schnitt pro Monat, durch dieses Suchwort?
Laut Google erhalte ich für “Webdesigner” derzeit etwas mehr als 5.000 Impressions, wobei sich die CTR irgendwo um 5% bewegt. Mehr kommt allerdings bei “Webdesign” rum, da es allgemeiner gefasst ist. ;-) Wie
man sich entsprechende Positionen erarbeitet, steht in etlichen SEO Büchern … hauptsächlich halt durch Backlinks, Backlinks und noch mehr Backlinks. ;-)
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2.) Welche Fähigkeiten sollte ein Webdesigner mit sich bringen, um am beinharten Markt zu bestehen? Die Konkurrenz ist ja, soweit mir bewußt ist, enorm und Programme wie Frontpage oder Dreamwaver, vereinfachen die Sache ja auch nicht?
Tools wie die o.g. helfen beim Einstieg in die Thematik sicherlich, ich hab früher mit einer Version von Frontpage Express, die einer der damals angesagten Zeitschriften beilag, angefangen, bin aber dank
SELFHTML recht schnell auf einen Texteditor mit Highlightning umgestiegen und bin, bis auf den Texteditor selbst auch dabei geblieben. Auch wenn die Werbung einiger Anbieter (kinderleicht die eigene Website in ein
paar Minuten) etwas anderes verspricht, ist die Arbeit in dem Bereich nicht immer so easy wie man denkt.
Durch die verschiedenen Browser hat man sehr oft alle Hände voll zu tun, das sich alle auch einigermaßen gleich verhalten und da gibt‘s dann schon mal das eine oder andere graue Haar. ;-)
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3.) Was hältst du denn eigentlich von WordPress und Bloggern an sich? Sind sie eventuell manchen Webdesignern ein Dorn im Auge? Schließlich kann man via WordPress spielend einfach eine
professionelle Webseite erstellen?
Sehe ich eigentlich nicht so. Genauso sehe ich auch nicht den Nachbars Jungen, der für 100 EUR eine Website erstellt als „Konkurrenz“. Blogger noch viel weniger, denn die eigentliche „Arbeit“ eines Bloggers
liegt vorrangig ja in der Erstellung von Content. Wenn er dabei noch ein schönes Theme verwendet, ist das
doch eine tolle Kombination.
Wordpress finde ich recht praktisch, wenn es um kleinere Websites oder Blogs geht. Ich verwende es
ebenfalls für einige Kunden, da es nicht so aufgebläht ist und für 5 Seiten, einsprachig, muss ich nicht mit TYPO3 rotieren.
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4.) Wie gelangt man als Webdesigner denn eigentlich an seine Kunden? Welche Vorgehensweisen gibt es hier?
Je nachdem, wie man sich in der Akquise anstellt oder welchen Bekanntenkreis man hat. Ich denke jeder in dem Bereich hat einen etwas anderen Start gehabt. Mittlerweile kommt der Hauptanteil über Google und
Mundpropaganda durch zufriedene Kunden und Freunde.
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5.) Wie viele Euro ist denn nun eine Webseite denn wirklich Wert?
Das eine selbst programmierte Flash-Webseite mehr kosten würde, als eine reine Informationsseite, bestehend aus Html und Css, ist wohl schnell einem bewußt. :-)
Jaja, das leidige Thema. Pauschalisieren kann man eigentlich nicht, denn selbst wenn man zwei Websites mit je nur 10 Seiten miteinander vergleichen möchte, gibt es mehrere Faktoren, die zu einer Preisdifferenz
führen. Die Details im Design sind hier einer der maßgeblichen Punkte, ein simples Design, mit ein paar Boxen, für das man evtl. noch nicht einmal Photoshop öffnen muss, nimmt weniger Zeit in Anspruch, als wenn man mehrere komplexe Designentwürfe dem Kunden vorlegen muss. Dazu kommt, welches Verständnis der Designer für‘s Internet hat … alle Elemente gleich groß geht zwar mit Tabellen, nicht aber mit DIVs, was passiert, wenn der Inhalt umfangreicher wird und die Box „wächst“ … solche und ähnliche
Stolpersteine gilt es zu beachten. Wer sich nicht darum schert, ist auch schneller fertig und dementsprechend günstiger.
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6.) Wie erlangt man diese Fähigkeiten eigentlich, um als professioneller Webdesigner am Markt durchzugehen? Viele Firmen legen ja Wert auf einen themenrelevanten Abschluß.
Soweit ich weiß, erlernen sich die meisten Webdesigner ihre Fähigkeiten jedoch audididakt?
Ich habe viele Leute mit hochtrabenden Titeln und Zertifikaten kennengelernt und nicht jeder der damit hausieren geht, hatte auch wirklich Ahnung von dem, was er dann machen wollte. Ich denke, es ist
zumindest im Endkundenbereich wenig wichtig, wieviele Zertifikate und Abschlüsse man vorweisen kann, als viel mehr, passt der Stil zu meinen Vorstellungen, spricht mich die Arbeit an, kann derjenige auch das, was
ich vorhabe umzusetzen.
Bei Firmen habe ich selbst eigentlich auch noch niemanden kennengelernt, der mich zuerst nach irgendwelchen Auszeichnungen gefragt hat. In Agenturen könnte ich mir aber vorstellen, dass soetwas gern
gesehen wird … einige sind halt in verstaubten Ansichten gefangen. Nur weil jemand Print das große Ass ist, hat er noch lange nicht das Verständnis von der eigentlichen Dynamik des Internets … aber auch genauso
andersrum.
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7.) Wie denkst du, steht es um`s Netz? Immer mehr Firmen sind wohl daran interessiert, Werbung im Internet zu schalten und ebenso einen Firmen-Webauftritt ihr eigen nennen zu können?
Ich kenne viele Blogger, welche täglich zigtausende unique visits haben. Dennoch können sie bei weitem nicht davon leben. Es gibt einfach zu wenige Firmen, welche Interesse an einer Partnerschaft mit Bloggern haben.
Hm, ich denke, dass das zwei Paar Schuhe sind. Blogger konzentrieren sich, wie oben erwähnt, mehr um den Inhalt. Firmen die ins Internet gehen, sind mehr an der Präsentation ihrer selbst interessiert. Einen Blogger sehe ich daher eher im Bereich PR einer Firma, der nach Aussen entsprechend kommuniziert. Eine Partnerschaft mit externen, eigenständig agierenden Bloggern macht hier sicherlich nur im Sinne von Linkplatzierung / Werbung Sinn, wenn es thematisch relevant ist.
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8.) Wie wichtig ist denn nun eigentlich ein valider Quellcode? Wenn man sich auf manchen Hammer-Keywords den Quellcode bestimmter Webseiten ansieht, stellt man schnell fest, dass ein valider Quellcode nicht so extrem wichtig sein kann, denn wieso sind dann Webseiten mit 500 Errors auf Rank 1 bei Google indexiert?
Valider Quellcode relevant für Suchmaschinen? War er eigentlich noch nie. Vielleicht wird es das irgendwann. Wichtig ist für die Crawler, ob sie den Content erfassen können … da interessiert es nicht, ob
der Text richtig in seinen Vorgaben verschachtelt oder ein HTML-Element vergessen wurde.
Valider Code ist auch eher so ein wenig Facepalm nach aussen – man hat zumindest die Grundzüge verstanden und wenn man etwas sehr einfach erzielen und nach aussen kommunizieren kann, wer nimmt
das nicht gern mit (valider Code -> Button -> wow) ;-).
Wichtiger ist es, dass man um Punkte wie Ladezeiten, Contentplatzierung, Relevanz einzelner Elemente wie z.B. Bilder und deren Auszeichnung und Semantik weiß. Ob das nun dem W3C-Validator schmeckt oder
nicht, ist dabei eigentlich egal. Man spart sich aber eine Menge Arbeit (vorallem bei statischen Seiten) wenn man auf Tabellen beim Design verzichtet … aber mit Validität hat das wenig zu tun.
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9.) SEO stellt ja ebenso einen wesentlichen Nutzen für die Kunden dar. Wie optimierst du auf SEO?
Hast du hierbei Tipps oder Tricks parat?
Es gibt sehr gute Quellen, sowohl im Internet, wie auch im Buchhandel – eines der häufig genannten, Mario Fischers „Website Boosting“ kann ich eigentlich auch nur empfehlen auch wenn es noch viel mehr zu lesen
gibt, als nur ein Buch. ;-)
Wichtig bei SEO ist es, dem Kunden auch klar zu machen, dass man nicht von heute auf morgen sofort auf Platz 1 steht, noch das man das garantieren kann – es ist ein stetiger und je nach Thema ein sehr steiniger Weg. Man sollte seine Konkurrenz analysieren, ihr auch mal nacheifern, sofern es geht. Und wie sagt man so schön … Content ist King … ohne relevanten Inhalt nützt auch die schönste Seite nichts, wenn es keinen interessiert, ihn auch erwähnen (sprich Backlinks!) zu wollen.
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10.) Kanntest du http://blogger-antworten.com denn eigentlich schon? Was könnte ich verbessern?
Asche auf mein Haupt, nein, bisher noch nicht. Hm, verbessern … die Farben sind derzeit ein wenig trist ;-)
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11.) Vielen Dank dir für das Interview. ;-)
Sehr gern.

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Über den Autor

Blogger, Webdesigner, SEO und dem Bereich Online Marketing an sich sehr angetan. Wir leben in einer Zeit, in welcher wir Zeugen werden, welche immensen Ausmaße das Internet annimmt und der Hype ist noch lange nicht vorbei. :-)

Kommentare 1

  1. Pingback

  2. Was für ein Hammer Interview. Total interessant und informativ. Ich kenne mich in dieser Materie nun bei weitem besser aus. Vielen Dank Renè, dass du dir die Zeit genommen hast, meine Fragen so ausführlich zu beantworten. :-)

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