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Interview mit http://www.buildblog.de

Da hat sich wohl einer mein “Verbrecherfoto” zu Herzen genommen. Ich frage ja immer, bei den Interview-Anfragen, ob ich denn ein Foto bekommen könnte, um den Interview-Artikel hiermit aufzupeppen. Also ich muß gestehen, dass ich dieses Foto echt Klasse finde. Das hat etwas. Wenn man dann noch bedenkt, dass es sich beim Buildblog um einen echt hochkarätigen Blog handelt, freue ich mich schon, dieses Interview gleich online zu stellen, und ich erhoffe, dass es euch ebenso Freude bereitet. :-)
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1.) Hallo Jakob, Inhaber von http://www.buildblog.de. Bitte erzähle uns doch ein wenig über deine Person. Was macht dich als Mensch aus?
Ich bin langweilig. Spaß beiseite. Durchgemachte Nächte, unendlich viel Kaffee und ein riesiges Musikarchiv. Ach ja – gut aussehen tue ich auch noch.
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2.) Wie lange betreibst du den Buildblog nun schon und wie kam er zustande?
Einen professionelleren Blog, sah ich nur sehr selten. :-)
Worüber bloggst du so?
Naja, professionell finde ich buildblog eigentlich eher nicht. Das Ganze geht schon damit los, dass ich immer noch viel zu viele Rechtschreibfehler mache. Allerdings kann ich komplexe Sätze bilden. Das ist eine Fähigkeit die im modernen Internet eher selten geworden ist. Die Groß- Kleinschreibungsschwäche ist vermutlich ein Relikt aus den Anfangszeiten des Netzes. Da galt es als chic alles klein zu schreiben. Thematisch decke ich eigentlich alle Themen rund ums Web ab. Angefangen hat es als Blog über Softwareentwicklung. In letzter Zeit spielt SocialMedia und SEO aber auch zunehmend eine Rolle. Im Großen und Ganzen also ein weblastiges „Gemischtwarenblog“
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3.) Google verpasste Dir einen PR von 6. Was ist das eigentlich für ein Gefühl?
Ich kenne kaum Blogger im deutschsprachigem Raum, welchen einen PR von 6 vorweisen können. Klar wird in der Blogosphere sehr oft diskutiert, wie relevant der PR nun wirklich ist…
Nur eines steht fix fest…
Für viele Firmen ist der PR das Aushängeschild eines Bloggers. Desto höher der PR ist, desto mehr Chancen hat man als Blogger, Kohle mit seinem Blog zu scheffeln. Siehst du das genau so? :-)
Außerdem schreibt ja auch ein fast jeder Blogger einen Artikel darüber, wenn sich sein PR geändert hat. :-)
Es ist definitiv ein Adelsschlag. Man sollte den PR als solchen nicht überbewerten. Im Falle von buildblog wirkt sich das aber positiv auf alles aus. Fast alle Artikel die ich in der Vergangenheit geschrieben habe ranken jetzt besser. Außerdem verleiht einem ein 6er PageRank durchaus eine gewisse publizistische Macht. Das betrifft insbesondere die Suchmaschinenrankings anderer Seiten. Wenn ich darüber schreibe, dass etwas gut ist, findet Google das auch gut. Zum Geld verdienen: das läuft beim Bloggen eigentlich immer nur über die Reputation. Meine Themenauswahl ist nicht eingegrenzt genug um sich zielgruppenspezifisch irgendwie zu refinanzieren. Ich könnte natürlich anfangen Links zu verkaufen, das würde sich dann aber nach recht kurzer Zeit wieder negativ auswirken. Also habe ich ein bisschen AdSense Werbung. Die bringt aber nichts.
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4.) Von wo beziehst du denn eigentlich deine echt so tollen Bilder? Shutterstock nehme ich einmal an? :-)
Welche Möglichkeiten gibt es da so für Blogger, um qualitativ hochwertige Bilder zu ergattern?
Fotolia. Definitiv meine Lieblingsquelle für Bilder. Die kosten dann 1-2 Euro pro Stück. Wenn man wie ich nach ein paar Monaten dann ein Archiv zusammengesammelt hat, lassen die sich bei verwandten Themen auch gut wiederverwenden.
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5.) Werben auf buildblog lautet es, rechts oben in der Kopfzeile deines Headers. Wo wir schon eimmal beim werben sind. Wie viele Euro nimmst du denn pro Monat, im Schnitt, mit deinem Blog so ein? Reicht es, um davon hauptberuflich leben zu können?
Auf mein Werbeangebot hat sich noch niemand gemeldet. Adsense bringt 3-5 Euro. Insgesamt also eher eine traurige Bilanz.
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6.) Welche Werbemöglichkeiten gibt es denn eigentlich so? Ich kenne mich in dieser Materie noch nicht wirklich aus. Das liegt eben auch einfach daran, dass ich zur Zeit laut Wassup nur um die 700 Besucher habe. Einfach zu wenig wie ich finde, um sich da so richtig mit der Materie des Marketings zu beschäftigen. Also erzähle unseren Besuchern doch bitte ein wenig darüber, welche Werbemöglichkeiten es für Blogger so gibt. :-)
Erzähle uns doch bitte auch ein wenig über Xing, Contentworld und dergleichen, falls es deinen Rahmen nicht sprengt und du hierbei Erfahrung hast. :-)
Dazu schreib ich Dir gerne mal einen Gastbeitrag. Ein paar grundlegende Gedanken zur Monetarisierungsthematik finden hier:
http://www.buildblog.de/2009/01/13/content-und-selbstmarketing-geld-verdienen-mit-der-digitalen-identitat/

hier: http://www.buildblog.de/2009/02/26/das-leise-zwitschern-im-hintergrund-oder-die-monetarisierung-des-sterbenden-standes/

und hier:
http://www.buildblog.de/2009/03/13/gedanken-uber-monetarisierung-von-blogs-und-anderen-redaktionellen-angeboten-teil-1/

Wie gesagt. Ich schreibe mal was ausführliches dazu.
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7.) Wie steht es denn um deine unique visits/Seitenaufrufe pro Tag und wie steht es um deinen Traffic?
Das wird Dich jetzt vermutlich erstaunen. Es ist sind nur zwischen 150 und 500 visits am Tag. Letzeres ist eher selten. Derzeit scheint sich das ganze bei 200 am Tag einzupendeln. Der Durchschnittsuser bleibt 2:14 auf der Seite und macht 1,9 Klicks.
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8.) Nenne mir doch bitte 3 deiner Artikel, welche am meisten gelesen oder kommentiert wurde und füge bitte hinzu, wieso dies wohl so ist.
Meist gelesen:
http://www.buildblog.de/2009/10/11/usenext-erwagt-rechtliche-schritte-gegen-buildblog-verantwortliche/
http://www.buildblog.de/2009/05/01/ajax-und-umlaute-das-ewig-wahrende-utf-8-problem-und-seine-losung/
http://www.buildblog.de/2009/01/02/utf-8-in-java-webapplikationen/

Der Erste wurde recht häufig zitiert und verlinkt. Die letzten Beiden behandeln häufige Probleme bei der Webentwicklung. Als kleiner Geheimtipp für technikaffine: Tutorials performen extrem gut und dauerhaft. Normalerweise beträgt die Lebenszeit eines Beitrages etwa 1 Woche, weil die Artikel dann aufgrund der Datumsorientierten Blogstruktur recht schnell aus dem Fokus der Nutzer fallen. Problemlösungen funktionieren aber gut und dauerhaft. Ich habe eine einfache Regel die auch immer für Content-Nachschub sorgt: ich verblogge alles für dessen Lösung ich länger als 30 Minuten gebraucht habe, Das sind dann die erfolgreichsten Beiträge, weil sie über Jahre hinweg User bringen.
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9.) Nutzt du SEO? Welchen Stellenwert sollte SEO für einen Blogger nun wirklich haben?
SEO sollte für jeden Websitebetreiber einen hohen Stellenwert haben. Es geht dabei gar nicht mal darum die Suchergebnisse zu manipulieren, sondern darum die Dinge richtig zu machen, die man nunmal richtig machen kann. Hierzu zählt insbesondere die Auswahl der richtigen Titel für die Beiträge.

Meine SEO-Beiträge verblogge ich meist hier:
http://www.buildblog.de/category/suchmaschinenoptimierung-seo/

und noch mehr hier:
http://www.ranking-check.de/blog/author/jakob/

Für alle die sich für die SEO-Thematik interessieren ist der rankingCHECK Blog eine recht gute Quelle. Aber auch die Jungs von seo-united kann man empfehlen. Die fassen eigentlich immer alle aktuellen SEO-Quellen gut zusammen.
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10.) Was hältst du von der Blogosphere? Liest du auch andere Blogs und falls ja, welche? Kommentierst du auch teilweise bei anderen Blogs mit?
Netzwertig.com mochte ich bis vor kurzem sehr gerne. Für SocialMedia interessierte eine gute Quelle. Die Jungs von yuccatree.de machen auch ganz gute Arbeit (dort bin gelegentlich auch als Gastautor aktiv). Dann hätten wir da noch:
– netzpolitik.org
– neontrauma.de
– leidartikel.de
– vieles das mir spontan nicht einfällt aber häufiger in meinem Twitteraccount aufläuft
Die Blogospähre existiert nur als Gedankenkonzept. Versuch mal als No-Name-Blogger irgendwie Unterstützung von anderen Bloggern zu bekommen. Dafür muss man hart arbeiten und viele hochwertige Kommentare schreiben. Ich kommentiere sehr gerne andere Blogs. Einfach weil ich weiß, dass die Kommentarquote bei 1:1000 liegt. Aber qualifizierte Kommentare sind sehr gut dazu geeignet die Aufmerksamkeit der anderen auf sich zu ziehen. Insofern mein Tipp: will man Beachtung von den Großen muss sie sich verdienen. Entweder indem man über Ihre Beiträge was Gutes oder Schlechtes (dann aber gut begründet) schreibt, oder indem man hochwertige Kommentare hinterlässt.
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11.) Wie wird sich das Bloggen wohl entwickeln im Laufe der Zeit? Ich meine, ich kenne soviele extrem starke Blogger, die finanziell gesehen jedoch in keinster Weise davon profitieren. Das ist doch total ungerecht. :-)
Das ganze Leben ist ungerecht. Ich verdiene auch nichts damit. Allerdings hat es schon zu der einen oder anderen Jobanfrage geführt. Insofern lässt sich das indirekt schon sehr gut als Referenz nutzen.
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12.) Linkgeiz ist ja auch so ein Thema. Was hältst du davon? Kann ich mit einem Backlink von dir, dank unserem Interview rechnen? :-)
Nö. *April, April* Ich sage das mal aus SEO-Sicht. Beiträge wie dieser (http://blogger-antworten.com/allgemein/geldanlage-in-verbindung-mit-rente-und-versicherung/) machen mir ein bisschen sorgen, weil sie leicht spammig wirken. Ich werde trotzdem mal auf Dein Projekt hinweisen. Denn eigentlich ist es eine sehr coole Sache. Aber angesichts des Umstandes, dass man mit Beiträgen wie dem gerade erwähnten ohnehin nicht viel Geld machen kann, kannst Du sie in Zukunft eigentlich auch gleich bleiben lassen. Insgesamt rate ich eher dazu Artikel nicht zu verkaufen. Deine Stammleser könnten sich sonst fragen: Was soll ich denn jetzt mit nem Altersvorsorgeartikel?
Für den Artikel habe ich 65 Euro kassiert und er gefällt mir selbst sehr gut, da es ja wirklich so ist, dass man selbst zusehen muß, wo man am Ende steht. :-)
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13.) Kanntest du http://blogger-antworten.com eigentlich schon? Was könnte ich verbessern?
Bisher nicht. Scheint mir allerdings eine Empfehlung wert zu sein. Die Tag-Cloud ist nicht sonderlich hilfreich und mir persönlich gefällt der Header nicht. Das ist aber nicht wirklich wichtig. Und schieß mal ein neues Verbrecherfoto für die „Über mich“ Seite. Ich hab Dir mal mein Lieblingsverbrecherfoto von mir angehängt.
Tag-Cloud, was ist das noch einmal? :-)
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14.) Vielen Dank für das Interview. Das kommt bestimmt sehr gut bei den Lesern an. :-)
Hoff ich doch.
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Über den Autor

Blogger, Webdesigner, SEO und dem Bereich Online Marketing an sich sehr angetan. Wir leben in einer Zeit, in welcher wir Zeugen werden, welche immensen Ausmaße das Internet annimmt und der Hype ist noch lange nicht vorbei. :-)

Kommentare 1

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  2. Robert Stögmann says:

    So ein “Verbrecherfoto” hätte ich auch gerne. Mir fehlt es bisher immer noch an der passenden Digicam. :-)

    Ich finde auch, dass SEO für jeden Blogger einen gewissen Stellenwert haben sollte. Man bloggt ja im Prinzip nicht für sich alleine, sondern für die Leser. Wieso sollte man nicht zusätzliche Besucher, mit ein wenig SEO gewinnen. Also ich interessiere mich sehr für SEO. Verschlinge da Artikel en masse. Dennoch konzentriere ich mich bei http://blogger-antworten.com nur nebenbei auf SEO. Also, eigentlich nutze ich hier kaum SEO. Sollte ich wohl ändern. :-)

    Auf deinen Gast-Artikel freue ich mich schon. Die Leser bestimmt auch. :-)

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