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Was ist ein Metalldetektor und wie funktioniert dieses Hobby?

Sondengänger nennt man sie, diese Wesen, welche mit einem staubsaugerähnlichem Teil ihre Bahnen ziehen.
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Ist das alles nur Hokuspokus oder doch als sinnvolles Hobby kundzutun? :-)
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Im Fachjargon bezeichnet man Sondengänger im übrigen als Sondler.
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Vorwort
Da stand ich nun, inmitten einer riesengroßen Waldung. Krähen krächzten, Eulen fokussierten ihre Blicke auf mein Teil, genannt Metalldetektor und ich war mucksmäuschenstill, gefangen in meinen Gedanken.
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Kurzerhand beschloss ich loszulegen. Es war mein erstes mal. Der Wald und ich. Es war Sonntag Nachmittag, bei angenehmen 18 Grad.
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Mit dem Metalldetektor sondeln…
Für mich eine Grauzone, bezogen auf die Realität.
All meine Kentnisse erhaschte ich vom WWW, aus diversen Youtube Videos und dementsprechenden Foren.
Aber selbst bin ich`s noch nie angegangen. Es war Zeit loszulegen und meinen Arm nach links und rechts zu bewegen, denn so macht man das. Man pendelt mit dem Arm langsam hin und her, wobei die Spule des Detektor ungefähr 10 cm. über dem Boden schweben sollte.
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Also ging ich Schritt für Schritt dahin. Sogar gehen mußte ich neu erlernen. Das hört sich nun eventuell lustig an, doch wahre Sondler wissen, was gemeint ist. Um ja keinen Zentimeter an Boden auszulassen, muß man einen Mini-Schritt nach dem anderen machen, den einen Fuß praktisch immer nachziehen, bis er auf der Höhe des anderen angelangt ist.
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Auf einmal piepste es. War`s eine Nachtigall?
Nein, mein Metalldetektor hat zu mir gesprochen.
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Kurzer Witz am Rande
Hans geht mit seiner Frau im Wald spazieren. In der linken Hand hält er sein liebstes Stück, in der rechten Hand, die Hand seiner Frau. Auf einmal sagt die Frau: “Oh Hans, wie schön es heute wieder ist.”
Hans erwidert zünisch: “Sei ruhig, es könnte jederzeit piepsen.” :-)
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So weiter im Kontext. Es piepste also, immer und immer wieder.
Via Display meines Garret Ace 150 konnte ich entnehmen, dass es sich um Coins (Silver) handelt. Genau so muß das sein dachte ich mir. Als Mann gehst du in den Wald und als Multimillionär kommst du heraus. So und nicht anders, geht das vonstatten.
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Ich grub und grub wie ein Irrer. Nachdem ich voller Stolz mein Loch ansah, ca. zehn Zentimeter war es tief, bemerkte ich, dass es nicht mehr piepste, als ich mit meinem Zauberstab darüber fuhr. Also versuchte ich es mit den Erdklumpen und siehe da, es piepste wieder: “Piep piep piep”
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Möchte hierbei noch erwähnen, dass ich vom Wald-Eigentümer das OK hatte, um zu graben. Das ist nämlich SEHR WICHTIG. :-)
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Also zerquetsche ich mit bloßer Hand diesen Klumpen, bestehend aus Erde und kleinen Gesteinen. Es schimmerte und glitzte. Ich dachte mir nur: “Ich bin froh, dass es nicht blitzte”.
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Man muß wissen, ich hatte keinen Regenschirm dabei. ;-)
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Jedenfalls kam er dann zum Vorschein, mein Schatz.
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Leider war`s nur ein Stück einer Bierdose.
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Gesenkten Hauptes ging es weiter.
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Auf einmal begann es tatsächlich leicht zu nieseln und ich flüchtete mich unter einen Baum, welcher mir Schutz bot. Dann holte ich meine Orange aus dem Rucksack heraus und verspeiste diese. Doof war nur, dass ich danach auf`s Töpfchen mußte, aber ich bin ja nicht doof. Ich hab ja ein Loch gegraben. hihi :-)
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Na gut, als es zu regnen aufhörte, ging ich weiter. Der Mut der Verzweiflung war noch da. Alleine irrte ich im Wald umher und ich wusste nicht, wie mir geschah. Wanderer kreuzten meinen Weg, als sie mich gerade sahen, als ich dahockte und mit bloßen Händen wie ein Hund budelte. Leider ging meine Schaufel kaputt.
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Sie fragten mich, ob denn alles ok sei?
Ja natürlich erwiderte ich oder warum hocke ich wohl sonst am Sonntag Nachmittag da und budel ein Loch mit meinen eigenen Händen? ;-)
Die Wanderer gingen weiter, drehten sich jedoch noch einige male um, blieben stehen und beobachteten mich. ;-)
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Nach 5 Stunden war es dann soweit. Mein erster richtiger Schatz. Er funkelte mir mitten in`s Gesicht. Ich war mir nicht sicher, ob er mich anlachte oder auslachte, aber das war mir in diesem Moment auch schnurzpiepegal.
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Was ich gefunden habe?
Eine Aluminium Leitung.
Was für ein Käse….
Dann dachte ich nurmehr an Käse, obwohl ich Käse nur in Form von Pizza mag. Das war echt komisch. Fast so, wie eine Eingebung. Ich hatte jedoch leider keinen Käse, dafür noch eine Orange und eine Banane.
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Aber die Show muß weitergehen. 7 Stunden waren schon vergangen, erleichtert zog ich umher. Ihr wisst warum. :-)
Auf einmal bekam ich mir nichts dir nichts Schnupfen, doch die Taschentücher gingen für ein höheres Wohl drauf. Aber ok, das ist eine andere Geschichte.
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Resume
7 Stunden nonstop suchen, bis auf einen kleinen Boxenstop und noch immer nicht`s brauchbares gefunden, nur Schrott. So hatte ich mir das Hobby wahrlich nicht vorgestellt, doch wie ihr wisst, die Show muß weitergehen.
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Nach 8 Stunden war ich der Verzweiflung nah, dachte an`s aufgeben, doch es piepste wieder. Ich zog mir also meine Gartenhandschuhe über und budelte auf`s neue. STRIKE!!!
Endlich ein Fund. In den Geschichts-Büchern würde dieser zwar nicht vermerkt werden, aber ich fand etwas großartiges, die Kappe einer Bierdose.
Genau diese ging mir ja noch in meiner Sammlung ab…..
“AAAAAAAAAAAA” dachte ich mir.
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Ich beschloss danach zurück zum Auto zu gehen und dachte, was für ein be******** Tag. Wundern würd`s mich nicht, wenn das Auto nicht mehr da steht. Aber immerhin das klappte. Er stand da, wo ich ihn parkte.
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Ihr werdet nun sicher lachen, wenn ich euch berichte, über das Ende meiner Geschichte.
Ich warf den doofen Metall Detektor auf die Rückbank und war mir sicher, nie wieder damit zu gehen. Als ich einsteigen wollte, funkelte mich etwas an, unter meinem Auto am Schotter.
Ich bückte mich und was war`s?
Ein RING…
Er glänzte golden.
Ein Goldring. Endlich.
Ich wusste damals noch relativ wenig über Gold, außer dass es in allen Richtungen funkeln mußte. So war es auch. Siegelring war es keiner, aber das war nicht weiter schlimm. Zuhause angekommen berichtete ich von meinem Fund. Via meiner Spiegelreflexkamere konnte ich qualitativ hochwertige Bilder in`s Detektor Forum publizieren. 4-5 aktive User teilten mir mit, dass es sich wahrlich um einen Goldring handelt. Kein besonderer Goldring, einfach ein Goldring der Neuzeit, welcher wohl jemand beim Wandern verloren hatte.
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Ohje dachte ich mir. Am nächsten Tag fuhr ich zum Inhaber des Waldes und erzählte ihm von meiner Geschichte. Er kannte den Ring.
“Das is doch da Ring von da Frony” sagte er.
“Die is doch noch gestern bei uns im Wirtshaus gesessen” sagte er.
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Ich gab ihm den Ring, dachte insgeheim jedoch, dass ich ein Narr sei.
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Als ich den Inhaber vom Waldstück das nächste mal wieder sah, gab er mir ein Kuvert in die Hand und teilte mir mit, dass dies von Frony sei. Der Wirt verabschiedete sich von mir und da stand ich nun. Das Kuvert und ich.
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Ich öffnete es und staunte nicht schlecht. 50 Euro samt einem Brief.
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Am Brief stand folgendes:
“Lieber Robert”
Recht herzlichen Dank. Den Ring habe ich von meinem verstorbenen Großvater geerbt. Mehr ist mir nicht von ihm geblieben. Sei so gut und nimm die 50 Euro als Dank an. So richtig kann ich es dir nie vergüten.”
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Ich hätte da schon eine Idee dachte ich, wußte jedoch nicht, wie Frony aussah, aber ok, das ist wiederum eine andere Geschichte. ;-)
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Fazit von der Geschichte?
Ich berichte, dass es wahrlich ein schwieriges Unterfangen ist, Wertgegenstände mit einem Metalldetektor zu bergen, doch niemals den Kopf hängen lassen, denn am Ende, findet auch ein blinder Hund einen Knochen, ähm, ein blindes Huhn ein Korn. :-)
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Normal sollte ich diesen Artikel nun beenden, mit diesem Happy End und diesem ach so tollen Wortspiel, aber es geht noch weiter, denn die Frage: “Was ist ein Metalldetektor” steht eigentlich noch offen.
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Was ist ein Metalldetektor?
Hierbei handelt es sich um ein Teil, welches in der Regel kaum etwas wiegt. Meiner wiegt unter einem Kilo. Ich nutze einen Garret Ace 250, einfach danach googeln. Angefangen habe ich mit einem Garret Ace 150. Der 250er hat jedoch die Eigenschaft, Gegenstände zu diskriminieren, sprich auszublenden und da mir das ausbudeln von Eisen so auf den Nerv ging, diskriminiere ich dies einfach seit einiger Zeit. Heutzutage kostet der Garret Ace 250 rund 200 Euro. Es ist ein professionelles Gerät, denn Garret ist ein Markenname.
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Ein Metalldetektor ist ein Gerät, zur Lokalisierung von verborgenen Metallteilen. Die Spule am Detektor erzeugt ein magnetisches Feld unter der Erde und somit erkennt der Detektor, was sich da genau darunter befindet.
Das ist kein Witz. Selbst mein Garret Ace 150 lag zu 99% richtig. Egal ob Coins, Rings, Eisen, Nickel, er hatte immer Recht. Bei meinem 250er ist das genauso.
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Die Technik ist in diesem Bereich einfach schon immens gereift.
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Wie lange betreibe ich nun schon dieses Hobby?
In etwa 2 Jahre. Bin schon einige male mit meinem Kumpel unterwegs gewesen und auch des öfteren alleine. Sondeln ist einfach ideal um abzuschalten und die Kohle für den Detektor habe ich auch schon längst wieder in der Geldbörse.
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Erst letztens dachte ich mir, als die Bade-Saison vorbei war, dass nun der ideale Punkt wäre um am Baggersee zu Sondeln. Also fragte ich kurzerhand den Inhaber dieses Baggersee. Der sah mich zwar anfangs etwas verdutzt an, da er keine Ahnung hatte, was Sondeln bedeute, mir wars jedoch egal. Als ich diesem guten Mann dann erklärte, was Sache ist, empfand er die Idee als genial und ärgerte sich insgeheim wohl, dass er noch nicht drauf gekommen sei.
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Leider war er ein schlauer Fuchs und meinte bevor er mir das ok gibt, sollten wir doch 50-50 machen. Ich meinte: “Hey ich darf budeln und du sitzt in deiner Hütte und sprichst mit den Anglern die vorbei kommen.. Sagen wir 60-40.”
Er bejahte und so fing ich an.
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Kraken im Wasser, konnte ich zum Glück nicht erspähen. Nur ein paar Fische blubberten ihren Weg und der eine oder andere Angler saß mit einem kühlen hellen um den Teich herum.
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Ich war happy. Ein ganzer See für mich alleine zum Sondeln. Nur Sandstrand, soweit das Auge reicht. Da finden sich bestimmt Schätze.
Wenn ich ehrlich bin, war dem auch so. Rund 200 Euro Kleingeld konnte ich bergen, obendrein in etwa 20 Ringe, einige Ohrringe und Ketten.
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100 Euro gab ich ihm, für ihn war`s ok und dann zog ich von Dannen.
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Hast du noch mehr gefunden?
Jap, einige Münzen vom zweiten Weltkrieg. Auch eine spanische Münsche aus dem Jahr 1713, viele 20 Schilling Münzen, Münzen vom zweiten Weltkrieg mit einem Silberanteil von 7% und und und…
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Zahlt sich Sondeln also wirklich aus?
200 Stunden habe ich nun wohl schon auf dem Buckel.
Der Stundenlohn wäre also mehr als gering, hätte ich alles bisher gefundene verkauft, habe ich nicht!
Aber ja, es zahlt sich aus. Man ist in der frischen Luft und es ist Adrenalin pur, vor allem wenn es bei Gold u. Silber piepst, denn nach einigen Stunden Sondeln weiß man aus Erfahrung, dass wahrlich Gold oder Silber zum Vorschein kommen könnte.
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Rechtliche Aspekte?
In Österreich ist Budeln nicht einfach so erlaubt.
Man muß sich absichern und den Eigentümer befragen, ob der auch kein Problem damit hat. Enns beispielsweise, die älteste Stadt Österreichs, steht unter Denkmalschutz. Das könnte immens teuer werden, dort zu Budeln, also immer vorher recherchieren, bevor man sich in die Höhle des Löwen begibt. :-)
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Weitere wissenswerte Infos betreff Sondeln/Metalldetektor
http://www.metalldetektortest.com
Alle Marken-Detektoren werden getestet, zwecks Suchleistung (Tiefe etc.)
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http://www.ma-shops.de
Münzen Shop für Sammler von Münzen, Medaillen, etc..
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http://www.detektorforum.de
Deutsches Detektor Forum
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http://www.sondengaenger.at
Österreichisches Detektor Forum
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http://www.ngoe.at
Der größte Detektor Verein Österreichs.
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Weitere wichtige Informationen
– Wenn man einen Fund von archäologischer Bedeutung macht, müßte man diesen im Idealfall, binnen 24 Stunden dem nächsten Museum oder der nächsten archäologischen Firma Preis geben.
– Das man in Österreich eine Genehmigung bekommt, zum Sondeln, ist fast unmöglich. Grauzone. Also nur dort Sondeln, sprich mit dem Metall Detektor umher pirschen, wo man die ausdrückliche Genehmigung, also das ok hat. :-)
– Wenn man Kanonen, Raketen etc. findet, sofort die Polizei informieren.
– Bei jedem Fund alles aufnehmen, Ort, Fund, Tiefe, etc. :-)

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Dieser Artikel spigelt meine Erfahrungen und Kentnisse wieder. Ich bürge somit nicht für die Richtigkeit der Angaben und empfehle: “Learning by doing.”
Registriert euch in den diversen Foren und macht euch selbst schlau. :-)
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Eine Idee vom Interview Blog, Blogger-antworten.com
Hat euch dieser Artikel gefallen? Klickt doch bitte auf das + beim Herz.
Das kostet euch nicht`s, nur eine Millisekunde eurer Zeit, aber den Artikel lässt`s in einem besseren Licht dastehen. ;-)
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Hat euch dieser Artikel gefallen?
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Danke!
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Mein Tipp
http://www.detektorentechnik.de
Für mich persönlich gibt es nur diesen Online-Shop, wenn ich mir einen neuen Metall Detektor kaufen würde, oder Interesse an diversen Utensilien hätte.
Der Grund liegt auf der Hand. Der Support von Detektorentechnik ist einwandfrei und hinter diesem Shop steht jemand, der von der Materie mehr Ahnung hat, als viele viele andere. :-)

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Über den Autor

Blogger, Webdesigner, SEO und dem Bereich Online Marketing an sich sehr angetan. Wir leben in einer Zeit, in welcher wir Zeugen werden, welche immensen Ausmaße das Internet annimmt und der Hype ist noch lange nicht vorbei. :-)

Kommentare 3

  1. Gutfund.de says:

    Erklassiger Assay!!

    Richtig schön geschrieben und gerne gelese!

    Hut ab!

    ..und Gut Fund

  2. Danke :-)
    War auch der Sinn, dass hin und wieder ein wenig lustig wird. hehe

    Ich geh auch des öfteren mit`n Detektor, eh schon 2 Jahre ca. :-)

  3. Ralf says:

    Hey !

    Wirklich ein toller und witziger Bericht :) Musste ab und zu lachen – nett geschrieben ! ;)

    Sondeln ist einfach ein wunderbares Hobby – meine Freund lachen alle, aber was soll´s !

    GUT FUND !

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