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Interview mit einem deutschen Stockfotograf *Top Interview*

Der Stockfotograf möchte aus persönlichen Gründen nicht namentlich genannt werden. Dennoch steht er Rede und Antwort. Ein sehr interessantes Interview, wie ich empfinde, auch wenn dieses mal die Statistiken fehlen. :-)
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Hallo Jens, wie lebt es sich so als Stockfotograf?
Sehr gut da ich mir mit diesem Hobby mein Studium finanziert habe. Als ich meinen Bachelor dann in der Tasche hatte, ergriff ich die Chance nicht, mein Wissen in punkto Marketing und Management in die Tat umzusetzen, denn ich konnte bis dahin schon mit meiner aufgebauten Firma überleben.
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Aller Anfang ist schwer, nehme ich einmal an?
“Learning by doing” oder wie hast du begonnen?

Angefangen hat es mit ein paar Bildern auf den diversen Microstock-Agentur Portalen. Just for fun online gestellt und prompt wurden alle abgelehnt. Das motivierte mich umso mehr noch eines drauf zu legen, also fing ich erst so richtig an mit fotografieren.
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Meine Freundin spielte hierbei eine wichtige Rolle. Sie diente mir als Model.
Eine professionelle Kamera nach der ersten Misere zugelegt und obendrein ein Beleuchtungsset. Danach ging das wilde knipsen los.
Mit Gimp habe ich danach die Bilder bearbeitet.
Einfach einen weißen Hintergrund erstellt und das war es dann auch schon.
Kontrolliert ob die Fotos auch taugen, habe ich mit der + Taste über Gimp.
War das Bild verpixelt, nach mehrmaligem Drücken der Taste +, habe ich es in die Tonne geworfen. Die anderen Bilder habe ich dann bearbeitet und online gestellt.
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Nach einigen Tagen wurden fast alle Fotos online gestellt.
So fing das eigentlich so richtig an.
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2-3 mal Cluburlaub pro Jahr möglich oder doch nur ein einwöchiger Badeurlaub in der nahen Umgebung? :-)
Ich verdiene zur Zeit pro Monat 7000 Euro mit meinem damaligen Hobby.
Mitte 2011 habe ich damit angefangen und mittlerweile befinden sich auf den diversen Microstock-Agentur Portale rund 20.000 Fotos von mir.
Nicht nur Portraitbilder sondern auch Natur und Co.
Cluburlaub kann ich mir also locker leisten. :)
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Wie gehst du hierbei vor, um so erfolgreich am Markt zu agieren?
Ich habe ja auch vor kurzem erst 3 meiner Bilder bei einem solchen Portal online gestellt. Leider wurden diese aus sehr vielen diversen Gründen abgelehnt. :/
Nicht aufgeben lautet die Devise. Weitermachen wenn andere absucken.
Wenn die anderen schlafen, werde ich erst richtig wach, denn Zeit ist Geld.
Noch bin ich jung und steh im Saft. Wenn ich älter bin, verlier ich die Kraft. :)
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Hast du irgendwelche Tipps und Tricks parat?
Man sollte die Suchmaske benutzen und Suchwörter ausfindig machen, auf welche noch nicht sonderlich optimiert wurde. Das hat in etwa ein wenig mit SEO zu tun. Danach einfach versuchen die besten Fotos online zu stellen, damit diese nicht nur online gestellt, sondern auch gedownloadet werden.
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Deine Buchhaltung sieht also so aus, dass deine Ausgaben wohl nicht gerade minimal sind?
Das stimmt. Teilweise gebe ich sehr viel Geld für Requisiten aus.
Ich berechne hierbei immer, inwiefern sich dieser Aufwand lohnt und ob die Einnahmen meine Ausgaben abdecken. Wenn ich mir sicher bin, dass dem so ist, lege ich los.
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Man könnte also sagen, dass du in einem Job tätig bist, welcher sich zukünftig betrachtet wohl noch dementsprechend entwickeln wird? Der Hype ist hierbei noch lange nicht vorbei?
Das stimmt. Ich kenne viele professionellere Fotografen, als ich einer bin.
Diese fotografieren auf Hochzeiten und Veranstaltungen und verdienen ein Minimum von dem, was ich verdiene obwohl die teilweise bei weitem mehr Stunden am Buckel haben als ich, zumindest in punkto Arbeitszeit.
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Die letzten 3 Monate habe ich so gut wie nicht gearbeitet, da ich einfach mal pausieren wollte. Dennoch habe ich in diesen 3 Monaten rund 20.000 Euro verdient. Meine Fotos arbeiten für mich. Ich verdiene jede Minute ohne einen Finger krumm zu machen und das ist das schöne an meinem Job. :)
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Man könnte also sagen, einmal vollgas geben und danach relaxen?
So einfach ist es auch wieder nicht, aber es kommt in etwa hin.
Man muß einfach in der Lage sein Fotos mit sehr guter Qualität herzustellen.
Hat man das einmal im Griff ist alles andere eine Spielerei.
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Deine Zukunft ist finanziell betrachtet somit gesichert und sieht somit rosig aus? :-)
Könnte man so sagen.
Habe mir schon einiges eararbeitet, aber ohne sinnvolle Beschäftigung könnte ich nicht existieren. Auch bis zum Ende des nächsten Jahres möchte ich weitere tausende Fotos auf den diversen Portalen online wissen und somit meinen Monatsverdienst auf 10.000 Euro aufstocken. :)
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Was danach geschieht…….
Ich weiß es nicht.
Vieleicht setze ich mich frühzeitig zur Ruhe.
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Last but not least, die letzte Frage.
Welche Kamera nutzt du und welche Ausrüstung hat es dir angetan?
Das würde wohl den Rahmen sprengen da ich hierbei schon rund 30.000 Euro ausgegeben habe, für alle möglichen Teile.
Angefangen habe ich mit einer stink einfachen Spiegelreflexkamera um 250 Euro. Also eher eine billige Kamera. Wichtig ist einfach, dass man sich mit seiner Kamera auseinandersetzt. Sie lernt zu verstehen. Nur so ist man in der Lage hochwertige Fotos zu knipsen. Die Beleuchtung ist hierbei sehr wichtig.
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Danke dir für das Interview und alles gute weiterhin. :-)
Danke dir auch
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Eine Idee vom Interview Blog, Blogger-antworten.com. :-)

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Über den Autor

Blogger, Webdesigner, SEO und dem Bereich Online Marketing an sich sehr angetan. Wir leben in einer Zeit, in welcher wir Zeugen werden, welche immensen Ausmaße das Internet annimmt und der Hype ist noch lange nicht vorbei. :-)

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